Synodenpräsident Felix Caduff erhielt 97 von 99 gültigen Stimmen, wie die katholische Kirche im Kanton Zürich mitteilte. In den neunköpfigen Synodalrat wählten die Synodalen Pfarrer Luis Varandas, Vera Newec, Raphael Meier, Petra Zermin, Peter Brunner, Daniel Otth, Tobias Grimbacher, Willi Lüchinger und Franziska Driessen-Reding. Letztere wurde mit 88 von 91 gültigen Stimmen in ihrem Amt als Präsidentin bestätigt.

Frauenpower im Ratssaal

Die Sitzung eröffneten zwei Frauen - mit Regula Strässle das älteste und mit Anita Weiss das jüngste Mitglied der Synode. Strässle mit Jahrgang 1943 freute sich über ihre neue Rolle und träumte "vom Mut, der den Weg bahnt für die Frauendiakonie und die Ordination, aber auch auf den Verzicht des Pflichtzölibats".

Die 25-jährige Weiss knüpfte am "Frauenkirchenstreik" vom 14. Juni an und rief in den Saal: "Das war erst der Anfang zielgerichteter Massnahmen, die von allen Kirchenmitgliedern unterstützt werden können."

Gottesdienst mit Bischof Bürcher

Ein Gottesdienst in der Liebfrauenkirche mit Bischof Peter Bürcher und Josef Annen, Delegierter des Apostolischen Administrators für die Bistumsregion Zürich/Glarus, hatte die neue Legislatur 2019-2023 eröffnet.

In seinem Grusswort an die Synodalen verwies Bürcher auf Alfred Teobaldi, den ersten Generalvikar im Kanton Zürich 1956-1969. Dieser hatte das duale System möglich gemacht und damit den Grundstein für das Ankommen der katholischen Kirche in der Zürcher Gesellschaft und für eine wachsende ökumenische Zusammenarbeit gelegt.

Nicht von ungefähr waren zur konstituierenden Sitzung als Gäste der reformierte Kirchenratspräsident Michel Müller und der Grossmünsterpfarrer und Reformationsbotschafter Christoph Sigrist gekommen.