Unterengstringen

Kippgefahr beim Büchergestell: Jetzt wird die Bibliothek modernisiert

An diesjährigen Mittefasten führte die Bibliothek um Leiterin Karin Baeriswyl (hinten links) und ihre Stellvertreterin Heidi Rippstein (hinten rechts) zum 40-Jahr-Jubiläum einen Wettbewerb durch. Im Spätsommer kann das Bibliotheksteam seine Arbeit in den erneuerten Räumen weiterführen.

Die Gemeindeversammlung bewilligt 144'000 für die Sanierung der Bibliothek Unterengstringen. Die Wiedereröffnung ist für den Spätsommer geplant.

Die Bibliothek in Unterengstringen kann umgebaut und saniert werden. Am Mittwochabend genehmigten die 105 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung einstimmig einen Kredit von 144'000 Franken für das Projekt. «Die Bibliothek ist ein beliebter und nicht mehr wegzudenkender Treffpunkt für die Bevölkerung und die Schule», sagte Gemeindepräsident Simon Wirth (FDP) bei der Präsentation des Antrags. Dieses Jahr wird die Bibliothek 40 Jahre alt. «Das Alter sieht man zwar nicht im Angebot, aber in der Ausstattung», so Wirth weiter.

Geplant ist, dass der Eingangsbereich modernisiert wird und etwas grosszügiger ausfällt. Damit neben einer neuen Ausgabetheke und einer Garderobe noch etwas Bewegungsraum bleibt, werden die bestehenden Stützpfeiler für den oberen Stock versetzt. Zudem werden zwei mit Gittern geschützte Fassadenfenster an der Nordseite eingebaut, um die Raumkühlung zu verbessern. Weil heute nur zwei kleine Fenster im Bibliotheks-Pavillon existieren, kann die Luft kaum zirkulieren. Bei der Erneuerung geht es auch um die Sicherheit. So werden im Erdgeschoss alle Bücherregale ersetzt, weil bei den bisherigen Kippgefahr bestehe. Ebenfalls eingeplant sind ein neuer Anstrich und ein zusätzlicher Sonnenschutz für das Dach des Vorbaus aus Glas.

77'000 Franken sind für bauseitige Aufwendungen vorgesehen. Dabei gehen laut Wirth alle Aufträge an ortsansässige Firmen. Den Innenausbau und die neuen Regale hat die Gemeinde für 62'000 Franken an ein Basler Unternehmen vergeben, das viel Erfahrung hat mit Bibliotheken. Die restlichen 5000 Franken sind für Unvorhergesehenes budgetiert. Der Umbau ist so geplant, dass die Bibliothek möglichst kurz nach Schulbeginn Ende August wieder geöffnet werden kann. Ein Bürger fragte, ob im Kredit auch Geld für ein neues digitales Ausleihsystem vorgesehen sei. Bereits seit fast 20 Jahren setze die Bibliothek auf ein günstiges IT-Ausleihsystem, antwortete Bibliotheksleiterin Karin Baeriswyl. Dies koste rund 1400 Franken pro Jahr und sei nach wie vor zufriedenstellend.

Steuern verbessern Ergebnis

Ebenfalls einstimmig bewilligten die Stimmberechtigten die erste Jahresrechnung der 2018 eingeführten Einheitsgemeinde. Sie schliesst mit einem Plus von 1,62 Millionen Franken. Im vergangenen Jahr betrug der Aufwand 21,04 Millionen Franken und der Ertrag 22,66 Millionen Franken. Dank dem Überschuss konnte das Eigenkapital der Gemeinde auf 11,1 Millionen Franken erhöht werden, wie Finanzvorstand Marcel Ballmer (SVP) auf der Bühne des Gemeindesaals ausführte. Die Nettoinvestitionen betrugen 2018 1,28 Millionen Franken. Das gegenüber dem Budget um 1,26 Millionen Franken verbesserte Ergebnis sei vor allem auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen, so Ballmer. Einerseits konnten die Steuererträge im vergangenen Jahr um 4 Prozent gesteigert werden, andererseits fielen die Einnahmen von nachgereichten Steuererklärungen vergangener Jahre höher aus als erwartet.

An der Gemeindeversammlung wurde auch die Kreditabrechnung für die Ausbauplanung des Schulgebäudes Büel A einstimmig bewilligt. Wie Hochbauvorstand Yiea Wey Te (FDP) erklärte, konnte der Kredit von 275'000 Franken dank Ausschreibungen um 38'800 Franken unterschritten werden. Am 12. Juli beginnen mit dem Spatenstich die Bauarbeiten offiziell.

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