Zürich

Massive Verschlechterung des Arbeitsmarktes – Kanton Zürich soll Lehrabgänger weiter beschäftigen

Die Situation für KV-Lehrabgänger hat sich leicht verbessert - allerdings erhalten viele nur eine befristete Stelle (Symbolbild, Archiv)

Die Situation für KV-Lehrabgänger hat sich leicht verbessert - allerdings erhalten viele nur eine befristete Stelle (Symbolbild, Archiv)

Die rund 400 Lehrlinge, die ihre Ausbildung beim Kanton machen, sollen deshalb weiterbeschäftigt werden, sofern sie im Sommer keine Stelle finden. Dies fordern Grüne, SP, AL und EVP.

Der Start ins Berufsleben dürfte in diesem Sommer für viele Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger hart werden. Junge Erwachsene sind jeweils stark von Konjunkturschwankungen betroffen. Nicht wenige von ihnen dürften deshalb ohne Stelle dastehen.

Bereits heute zeigt sich, dass sich seit Beginn der Corona-Pandemie vermehrt Berufseinsteiger im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) anmeldeten. Die Arbeitslosigkeit über alle Altersklassen hinweg stieg zwischen Ende Februar und Ende April von 2,3 Prozent auf 3,1 Prozent.

In einem dringlichen Postulat fordern Grüne, SP, AL und EVP deshalb, dass der Kanton seine Lehrlinge nicht ohne Anschlusslösung dastehen lässt. Im Vergleich zu kleineren Betrieben habe das Kanton allein schon wegen seiner Grösse als Arbeitgeber mehr Möglichkeiten für die Weiterbeschäftigung dieser jungen Menschen.

Es wäre auch nicht das erste Mal, dass der Kanton seine Lehrlinge länger behält: Vor rund zehn Jahren, bei der letzten Finanzkrise, schuf der Kanton bereits einmal befristete Überbrückungsstellen für Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger.

Der Kantonsrat wird in einer der kommenden Sitzungen über das dringliche Postulat entscheiden.

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