Die Stadtzürcher Seepromenade am Utoquai kommt nicht zur Ruhe: Die Vorfälle mit brennenden Containern vom Wochenende reihen sich nahtlos ein in eine lange Kette von Auseinandersetzungen in der Nähe des Sechseläutenplatzes. Junge Männer gehen aufeinander los, wie vor Jahresfrist. Oder sie zünden wahllos Container an und attackieren anrückende Polizisten. So wie das gleich mehrfach an Ostern passiert ist. In den Nächten auf Freitag, Sonntag und Montag musste die Polizei damals ausrücken. Dabei kamen Tränengas und ein Wasserwerfer zum Einsatz. Die Jugendlichen warfen Steine und Flaschen Richtung Polizei. Einzig beim Einsatz in der Nacht auf Sonntag konnte die Stadtpolizei vier Personen festnehmen. Einen Krawallmacher hat die Staatsanwaltschaft jetzt verurteilt.

Wie aus dem rechtskräftigen Strafbefehl hervorgeht, hat sich der 19-Jährige der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie des Landfriedensbruchs schuldig gemacht. Er wird zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Franken verurteilt. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Eine Busse von 700 Franken muss der Äthiopier bezahlen. Gemäss Strafbefehl rückte die Stadtpolizei wegen eines brennenden Containers an den Utoquai aus. Als die drei Polizisten den Tatort sichern wollten, wurden sie von einer Gruppe junger Männer aus einer Entfernung von 20 bis 30 Metern mit Flaschen und Steinen beworfen. Der Beschuldigte hat demnach mit voller Wucht eine Glasflasche geworfen, die einen Meter vor den Füssen eines Polizisten zerbarst. Dabei flogen Glassplitter Richtung Stiefel des Beamten. Des Landfriedensbruchs schuldig gemacht hat sich der in Zürich wohnhafte Mann, weil er aktiv an der Auseinandersetzung teilnahm, im Wissen darum, dass es zu Gewalttätigkeiten kommen würde. Gemäss Strafbefehl läuft noch ein separates Verfahren gegen einen weiteren Verhafteten bei der Jugendanwaltschaft See/Oberland.