Zürichsee

Neue Orgel der Tonhalle Zürich fast vollständig – so wurden die Pfeifen per Schiff geliefert

Orgelpfeifen auf dem Schiffsweg nach Zürich.

Orgelpfeifen auf dem Schiffsweg nach Zürich.

Am Dienstagnachmittag sind die Pfeifen der neuen Orgel der Tonhalle Zürich aus Männedorf in historischen Booten über den Seeweg nach Zürich transportiert worden. Dort sind diese letzten Teile des Instruments von einer Delegation der Tonhalle-Gesellschaft Zürich samt Musik-Direktor Paavo Järvi in Empfang genommen worden.

Am Dienstag hat die Firma Orgelbau Kuhn AG aus Männedorf die Pfeifen per Boot angeliefert und im Zürcher Yacht Club an eine Delegation der Tonhalle-Gesellschaft übergeben.

Die neue Orgel verfügt über 4798 Pfeifen, davon 4194 aus Metall und 604 aus Holz, wie die Tonhalle-Gesellschaft Zürich mitteilte. Der Preis der Orgel beläuft sich auf 2,9 Millionen Franken.

Im Herbst beginne die vier Monate dauernde Intonation des Instruments, sagte Tonhallesprecherin Melanie Kollbrunner gegenüber Keystone-SDA. Bis dahin würden noch die letzten Pfeifen überbracht, die am Dienstag noch nicht übergeben werden konnten.

Die Tonhalle-Gesellschaft setzte schon bei ihrer ersten Orgel, die 1872 eingeweiht wurde, auf die Werkstätte Johann Nepomuk Kuhns (heute Orgelbau Kuhn AG).

Um an diese Zeit zu erinnern, erfolgte die Lieferung nun in historischen Booten über den Seeweg von Männedorf zum Zürcher Yacht Club am General-Guisan-Quai. «Wir wollten die letzte Lieferung der Orgelteile als symbolischen Akt feiern», sagte Kollbrunner.

Die Kuhn-Orgel stand bis 1988 in der Tonhalle. Dann wurde sie durch eine Orgel der deutschen Firma Kleuker & Steinmeyer ersetzt. Diese steht nun in der Kathedrale von Koper in Slowenien, wie Kollbrunner sagte.

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