«Die SP-Nationalrätin bestätigte (…), dass die Vorlage massvoll ist und Arbeitsplätze schützt», wird Jacqueline Badran in einem Text des Ja-Komitees zur kantonalen Steuervorlage zitiert. Der Titel lautet: «Die Steuervorlage geniesst auch bei der SP Unterstützung.» Was auf den ersten Blick vielleicht überzeugend klingt, entspricht jedoch nicht der Wahrheit – zumindest wenn es nach der Person geht, von der das Zitat stammt. «Ich habe immer gesagt, dass ich alle übertriebenen Umsetzungen bekämpfen werde. Das ist jetzt in Zürich der Fall», erklärt sich Badran gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Im Interview, von dem das eingangs erwähnte Zitat stammt, habe sie sich auf die nationale Steuervorlage 17 (Staf) bezogen. Das Pro-Komitee habe ihren Namen und ihre Glaubwürdigkeit missbraucht, empört sich Badran.

Nun hat sie das Pro-Komitee schriftlich gebeten, den Eintrag zu löschen – ohne Erfolg. Die Zitate seien korrekt wiedergegeben, meint Kampagnenleiter Martin Arnold zur Zeitung. Sie habe auf die Zürcher Umsetzung Bezug genommen, nicht die nationale Vorlage. «Das war Badrans Meinung damals», sagt Arnold.

SP-Politiker als Mitglieder im Komitee

Auf der Website des Pro-Komitees waren bis vor Kurzem mit Jacqueline Fehr und Mario Fehr auch zwei SP-Politiker aufgeführt. Nun sind ihre Namen jedoch aus der Liste verschwunden. Laut Martin Arnold wurden die Anfragen des Komitees irrtümlich mit einem Ja beantwortet.

Im Komitee vertreten sind jetzt noch zwei SP-Politiker, die entgegen der Kantonalpartei die Ja-Parole ins Auge fassen: die Winterthurer Stadträtin Yvonne Beutler sowie der Gemeindepräsident von Wallisellen, Peter Spörri. Beide bestätigen auf Anfrage der Limmattaler Zeitung ihren Eintrag auf der Liste der Befürworter. (sho)