Gesundheitssystem

Psychiatrie Rheinau gehört jetzt zur Zürcher Uni-Klinik

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Das Psychiatriezentrum Rheinau wird zum 1. Juli 2011 Teil der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) Zürich. Damit wird ein Projekt umgersetzt, welches Anfang 2010 lanciert wurde.

Durch die Integration der Rheinau in die PUK erhalte vor allem die forensische Psychiatrie eine direkte universitäre Anbindung, was sie stärke, so die Gesundheitsdirektion. In der Forensik werden psychisch auffällige Straftäter untergebracht.

Mit der Integration in die PUK ändere sich grundsätzlich nichts an der Bedeutung des Psychiatriestandortes Rheinau, heisst es in der Medienmitteilung. In Zürich zusammengelegt worden seien die Finanz- und Betriebswirtschaftsabteilungen sowie das Personalwesen.

Ab Juli 2011 soll ein forensisches Forschungskonzept eingeführt werden: In Rheinau bleiben drei Sicherheitsstationen und vier Massnahmestationen, die PUK in Zürich hat im März 2011 ein Ambulatorium für die ambulante Nachsorge ehemaliger stationärer Patientinnen und Patienten des Rheinauer Zentrums eröffnet.

Durch den Ausbau des Ambulatoriums soll das Personal auf der Rheinau entlastet werden, da absehbar ist, dass der Bedarf an stationären Forensik-Leistungen steigen wird: In der Schweiz sind solche Plätze nach wie vor Mangelware.

Auf der Rheinau wurden zudem vier psychiatrische Stationen neu eingerichtet, die helfen sollen, die regionalen Kliniken zu entlasten. Neu können Patientinnen und Patienten mit abhängigem Verhalten, Impulskontroll-, psychotischen und somatoformen Störungen in der Klinik Rheinau aufgenommen werden.

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