Hausbesetzung

Regeln zeigen Wirkung: Weniger Lärmklagen beim Zürcher Koch-Areal

Die Stadt will auf dem besetzten Koch-Areal Wohnungen, Gewerbe und ein Quartierpark einrichten – die Stadtzürcher entscheiden darüber am 10. Juni.

Die Stadt will auf dem besetzten Koch-Areal Wohnungen, Gewerbe und ein Quartierpark einrichten – die Stadtzürcher entscheiden darüber am 10. Juni.

Der Zürcher Statthalter zeigt sich mit dem Vorgehen des Stadtrates auf dem besetzten Koch-Areal zufrieden. Nicht zuletzt deshalb, weil die Zahl der Lärmklagen zurückgegangen ist.

Beim besetzten Koch-Areal in Zürich Albisrieden ist es in den vergangenen Monaten nur noch zu wenigen Lärmklagen gekommen. Dies schreibt das Statthalteramt Bezirk Zürich in einer Mitteilung von gestern.

Ende Februar 2017 hatte der Zürcher Statthalter Mathis Kläntschi (Grüne) vom Zürcher Stadtrat verlangt, auf dem besetzten Koch-Areal bezüglich Orts- und Feuerpolizei den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Zudem wurde der Stadtrat angewiesen, dem Statthalteramt regelmässig Bericht über die Situation auf dem besetzten Areal zu erstatten.

Das entsprechende Verfahren hat der Statthalter nun nach Entgegennahme eines Schlussberichts abgeschlossen. Die vom Stadtrat erlassenen Regeln zur Einhaltung der Lärmvorschriften hätten Wirkung gezeigt. Auch aus feuerpolizeilicher Sicht sei «ein hinreichend gesetzeskonformer Zustand» erreicht worden, heisst es in der Mitteilung.

Abstimmung am 10. Juni

Vor der Eröffnung des aufsichtsrechtlichen Verfahrens im Februar 2017 übte der Statthalter deutliche Kritik am Umgang des Stadtrates mit den Problemen auf dem Koch-Areal. Vor allem das Verhalten des zuständigen Sicherheitsvorstehers Richard Wolff (AL) wurde gerügt. Wolff trat im Oktober 2016 in den Ausstand. Angeblich verkehrten seine erwachsenen Söhne auf dem besetzten Koch-Areal.

Wie es nun weitergeht, entscheiden die Stadtzürcher Stimmberechtigten am 10. Juni. Die Stadt beabsichtigt den Bau von 350 gemeinnützigen Wohnungen, einem Gewerbehaus und einem Quartierpark. Der Stadtrat informiert in den kommenden Tagen über den Stand des Projektes. Ebenfalls am 10. Juni gelangt eine von der FDP lancierte Volksinitiative zur Abstimmung, die den Verkauf des Areals an einen privaten Anbieter fordert. Das Projekt des Stadtrates kann nur umgesetzt werden, wenn die Initiative abgelehnt wird.

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