Limmattaler des Jahres

234 Stimmen für OK-Präsident Rolf Wild — sein Einsatz fürs Schlierefäscht begeistert

Rolf Wild, sein OK-Team und zahlreiche Helferinnen und Helfer engagierten sich dreieinhalb Jahre lang für das Gelingen des zehntägigen Stadtfests diesen Sommer. Bild: Chris Iseli

Rolf Wild, sein OK-Team und zahlreiche Helferinnen und Helfer engagierten sich dreieinhalb Jahre lang für das Gelingen des zehntägigen Stadtfests diesen Sommer. Bild: Chris Iseli

Rolf Wild macht mit 234 Stimmen das Rennen und ist Limmattaler der Jahres 2019. Für ihn war es das dritte Schlierefäscht, das er als OK-Präsident mitorganisierte.

Die Würfel sind gefallen. Die Leserinnen und Leser der Limmattaler Zeitung haben Rolf Wild zum Limmattaler des Jahres 2019 gewählt. Mit dem Schlierefäscht brachten der OK-Präsident und sein Team das Limmattal vom 30. August bis zum 8. September in Feierlaune. Dreieinhalb Jahre dauerten die Vorbereitungen für das grosse Fest. Rund 50 Sitzungen hielt das Organisationskomitee in dieser Zeit ab, damit sich Schlieren während zehn Tagen in eine Festhütte verwandeln konnte. Gegen 100000 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in die Stadt und feierten friedlich eine grosse Party. Für Rolf Wild war es das dritte Schlierefäscht, das er als OK-Präsident mitorganisierte.

Wilds Engagement und das aller Helferinnen und Helfer wurde nun von der Leserschaft der Limmattaler Zeitung gewürdigt. 234 Stimmen erhielt Rolf Wild. Der Zweitplatzierte ist ebenso ein Schlieremer. Basil Caduff holte sich 168 Stimmen. Der 65-Jährige stand 30 Jahre im Dienste des Spitals Limmattal und wurde im Sommer pensioniert. Zunächst arbeitete er als Oberarzt, danach sechs Jahre als Leitender Arzt und Chefarzt-Stellvertreter. Seit 1996 leitete er die Geschicke des «Limmi» als Chefarzt der medizinischen Klinik. Dabei hatte der gebürtige Bündner so einige Herausforderungen zu meistern. So etwa 2003, als das Spital finanziell in Schieflage geriet und es zu rund 30 Entlassungen kam oder 2010, als es Bestrebungen gab, das «Limmi» zu privatisieren. Jahrelang geprägt und begleitet hat Caduff den Neubau des Spitals. Der Umzug vom alten ins neue «Limmi» erfolgte 2018.

Platz drei geht mit 43 Stimmen an Alina Pätz. Die Urdorfer Curlerin gewann dieses Jahr ihren dritten Weltmeistertitel. Im WM-Finale zwischen der Schweiz und Schweden sicherte Pätz mit dem allerletzten Stein des Turniers im dänischen Silkeborg dem Curlingclub Aarau den 8:7-Sieg und die Goldmedaille. In Dänemark schaffte es die 29-Jährige bereits 2012 und 2015 an die Spitze. Nach 2015 musste Pätz mit Baden Regio auch wegen der starken nationalen Konkurrenz einige schwierige Jahre durchstehen. Doch seit ihrem Zusammenschluss mit Silvana Tirinzoni in Aarau sind die Curlerinnen nicht mehr zu stoppen. Das grosse Ziel des Teams sind die Olympischen Spiele 2022.

«Herzlichen Dank dem Unermüdlichen»

Dieses Jahr fiel die Wahl auf einen Mann, der stellvertretend für das ganze Organisationskomitee und alle Helferinnen und Helfer, ein Fest ermöglichte, das über die Region hinaus begeisterte. Davon zeugen die Zuschriften, die nicht nur aus Schlieren und dem Limmattal, sondern auch aus Würenlos, Wettswil oder gar Wolfhausen stammen. «Er hat sich für das Volk engagiert und sich monatelang für ein tolles Fest eingesetzt. Herzlichen Dank dem Unermüdlichen», schreibt eine Wählerin. Ein anderer Leser findet: «Er tut viel für ein lebenswertes Schlieren.»

Rolf Wild zeigte sich gestern erfreut über den Sieg. «Das ist sehr schön und eine Anerkennung für alle OK-Mitglieder, Helfer und die Stadt Schlieren», sagte er. Der Nachhall des Fests sei gross. Bis heute werde er darauf angesprochen und erhalte Danksagungen. «Im Januar gibt es einen Anlass, an dem der Stadtrat dem OK dankt. Dann werden wir alle auf den Sieg des Titels anstossen», sagte Wild. Zur Belohnung für seine Lesitung fürs Stadtfest darf der 69-Jährige mit einer Begleitung eine Nacht im Seminar- und Wellnesshotel Stoos verbringen.

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Autor

Sibylle Egloff

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