2012 hat der Stadtrat von Schlieren die Schaffung einer Beratungsstelle Pflege und Alter bewilligt. Dies, weil die Gemeinden gemäss kantonalem Gesundheitsgesetz verpflichtet sind, Auskunft über das Angebot an stationärer und ambulanter Pflegeversorgung zu erteilen sowie pflegebedürftigen Personen an einen Leistungserbringer zu vermitteln, wenn sie selber nicht über ein passendes Angebot verfügen. Seit der Schaffung der Stelle war die Abteilung Alter und Pflege mit der Frage nach der Abwesenheitsvertretung konfrontiert. Obschon Lösungen gefunden wurden, waren diese nie ganz befriedigend.

Das soll sich nun ändern. Der Stadtrat hat eine Leistungsvereinbarung mit der Anlaufstelle Gesundheit rechtes Limmattal (AGL) per 1. Januar genehmigt, wie aus einem entsprechenden Beschluss hervorgeht. «Der Vorteil der Abwesenheitsvertretung durch die AGL besteht darin, dass das Wissen und die Erfahrung der Beratungstätigkeit vorhanden und die Ansprechpersonen sowie die Kenntnisse über bestehende Angebote bekannt sind. Die Einarbeitung ist daher einfach und die Übergabeformalitäten vor einer Abwesenheit beschränken sich auf ein Minimum», schreibt der Stadtrat.

Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die AGL unter anderem dazu, sechs Wochen Ferienvertretung pro Jahr zu übernehmen, persönliche Beratung und Vermittlung im Stadthaus Schlieren zu den definierten Beratungszeiten anzubieten und telefonische Beratung sowie Vermittlung von Montag bis Donnerstag während den Bürozeiten zu leisten.

Wie der Stadtrat schreibt, sei die Beratungsstelle Pflege und Alter mit 70 Stellenprozent besetzt. In diesem Umfang werde auch die Abwesenheitsvertretung geplant. «Das ergibt bei sechs Wochen Ferien und möglichen weiteren Absenzen maximal 200 Stunden im Jahr zu einem Stundenansatz von 70 Franken.» Im Gegenzug werde die neu zu besetzende Stelle der Pflegeexpertin um zehn Stellenprozente reduziert. Insgesamt erhöhen sich die Ausgaben der Verwaltung der Abteilung Alter und Pflege mit dieser Massnahme nicht.