Schlierefäscht
Am Samstag kamen über 15000 Gäste ans Schlierefäscht

Ein Regenguss vermieste dem OK einen wichtigen Publikumsanlass. Der Gesamtstimmung konnte dies jedoch nicht schaden.

Florian Niedermann
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Die Spider Murphy Gang hatte am meisten Publikum.

Die Spider Murphy Gang hatte am meisten Publikum.

Matthias Scharrer

Dass das Schlierefäscht ein Publikumsmagnet werden würde, damit rechnete das Organisationskomitee. Doch dass am ersten Wochenende so viele Gäste in die Stadt pilgerten, überraschte alle: Mindestens 5000 Leute sind alleine am Samstagabend gekommen, um die Spider Murphy Gang zu sehen. «Über den ganzen Tag verteilt dürften es über 15 000 Besuche gewesen sein», schätzt Kommunikationschef Charly Mettier.

Samstäglicher gut besuchter Flohmarkt am Schlierefäscht.
16 Bilder
Limmattal Pfadi-Abteilungsleiter Fabian «Guarana» Eprecht steigt schliesslich auf zwölf Harassen.
Gut besuchter Flohmarkt am Samstagmorgen
René Ursinus ist der Leadsänger der deutsch-niederländischen Schlagerband «Die Cappuccinos».
Die Clownfamilie aus dem glarnerischen Betschwanden mit Ischa, Milu und Clown Mugg
Die Schlagerband «Die Cappoccinos» spielte am Freitagabend auf der Zentrumsbühne.
Die Pfadi Limmattal aus Schlieren und Dietikon offeriert ein währschaftes Kuchenbüffet.
Die Mädchen kommen am Kinderflohmarkt ebenfalls auf ihre Rechnung.
Die Clownfamilie Mugg eröffnete am Freitagabend auf der Stadtplatz-Bühne das Fest «Schliere lacht».
Bis zu fünfzig Meter sind die Wasserfontänen der Multimedia-Wassershow.
Der junge Zirkusclown Ischa begeistert auf den Balancebrettern Rola-Bola
Bis zu fünfzig Meter hoch sind die Wasserfontänen der Multimedia-Wassershow.
Auch am Bahnhof Schlieren ist das Schlierefäscht präsent.
Attraktive Multimedia-Wassershow mit sehr viel Technik in einem vierhundert Quadratmeter grossen Wasserbecken
Appenzeller Biberfladen und Magenbrot gehören ebenso zum Schlierefäscht wie Rahmtäfeli und Schleckwaren.
Am Kinderflohmarkt in Schlieren werden Bubenträume wahr.

Samstäglicher gut besuchter Flohmarkt am Schlierefäscht.

Christian Murer

Nun, da das Wetter immer besser wird, geht das OK gar davon aus, dass die im Vorfeld geäusserte Hoffnung von insgesamt 100 000 Besuchern innert zehn Tagen erreicht werden kann. «Das Feuerwerk vom Mittwoch sowie die bevorstehenden Auftritte von Marc Sway und Nubya werden wohl wieder Tausende nach Schlieren locken», sagt Mettier.

Jahrgangstreffen ist sehr beliebt

Unter den Erwartungen blieb der Publikumsandrang bisher einzig während des Festumzugs am Sonntag. «Der Regenguss vor dem Beginn des Corsos hat wohl viele potenzielle Zuschauer verunsichert», vermutet der Kommunikationschef. Von jenen, die dennoch an den Strassenrändern gestanden haben, habe das OK aber durchweg positives Feedback erhalten. Als Höhepunkte des bisherigen «Schliere lacht» nennt Mettier neben dem Mega-Konzert vom Samstag auch den «Tag der Wirtschaft» oder die Jahrgangstreffen, zu denen sich bis heute rund 1500 Personen angemeldet haben.

Erstaunlich ist: Trotz der Tausenden Besucher, die sich am heiteren Fest in Schlieren austobten, musste die Stadtpolizei bisher noch kein einziges Mal einschreiten. Sicherheitsvorstand Pierre Dalcher sagt, dass die Patrouillen zwar vereinzelt auf Betrunkene zugegangen seien, die im Freien eingeschlafen waren oder Lärm verursachten. «Aber diese Probleme konnten unsere Polizisten jeweils friedlich vor Ort lösen.» Das Bild eines rundum fröhlichen Fests zeichnen auch die Sanitätsrapporte, die das OK jeweils am Morgen erhält: Bis auf einige «Pfläschterli-Einsätze» war niemand auf medizinische Hilfe angewiesen.

Warum das Fest bereits zum zweiten Mal nach 2011 so friedlich verläuft, kann sich das OK nicht erklären. Mettier vermutet aber, dass das Programm eine wichtige Rolle spiele, weil es auf ein Familienfest ausgelegt ist. «Dazu haben wir für den Sicherheitsbereich einigen finanziellen Aufwand betrieben.»

Auch wenn das Schlierefäscht bisher reibungslos ablief – optimieren lässt sich immer etwas: Auf Wunsch des OKs wird etwa das Wasserspiel auf dem Stadtplatz seit gestern jeweils ab 21 Uhr halbstündlich statt nur stündlich gespielt. Mettier sagt: «Wir haben das mit dem Entwickler Urs Habegger so abgesprochen, um dem Publikum noch mehr bieten zu können.»

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