Oetwil

Dank dem Veloweg rückt Oetwil 50 Meter näher an Würenlos heran

Der Aargauer Kantonsingenieur Rolf Meier, Daniel Häfliger von der Baudirektion des Kantons Zürich, die Oetwiler Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP) und die Würenloser Gemeinderätin Barbara Gerster Rytz (CVP) durchschnitten das Band.

Der Aargauer Kantonsingenieur Rolf Meier, Daniel Häfliger von der Baudirektion des Kantons Zürich, die Oetwiler Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP) und die Würenloser Gemeinderätin Barbara Gerster Rytz (CVP) durchschnitten das Band.

Die Einweihung des lang ersehnten Velo- und Gehwegs zeige auch die gute Zusammenarbeit zweier Kantone.

Rund 50 Interessierte versammelten sich am Freitag auf dem kleinen Festplatz Ueli auf der Grenze zwischen Oetwil und Würenlos und feierten das Ende einer scheinbar unendlichen Geschichte. Nach jahrelanger Verzögerung konnte der Rad- und Gehweg zwischen dem Kreisel Mutschellenstrasse und Würenlos eingeweiht werden. Der Kreisingenieur des Kantons Aargau, Giuliano Sabato, enthüllte in seiner Ansprache Interessantes.

So sei die Grenze zwischen den Kantonen Aargau und Zürich stets entlang der Limmattalstrasse verlaufen. «Mit den Arbeiten verschob sich die Strasse und somit auch die Kantonsgrenze in Richtung Süden nach Spreitenbach», erklärte er. Da bei solchen Projekten kein Kanton an Fläche einbüssen oder zulegen dürfe, werde die Kantonsgrenze vom Festplatz Ueli 50 Meter Richtung Würenlos verlegt. «Dank dieses Veloweges rücken die beiden Gemeinden und die beiden Kantone also näher zusammen.»

Für den Würenloser Gemeinderat Markus Hugi (FDP), der in Vertretung des Gemeindeammanns Anton Möckel (parteilos) eine Ansprache hielt, bedeutet diese Verbindung viel. «Nicht zuletzt handelt es sich auch um ein Paradebeispiel von guter Zusammenarbeit zwischen zwei Kantonen. Immerhin trafen sich die beiden Veloweg-Abschnitte perfekt auf der Kantonsgrenze», sagte er mit einem Schmunzeln.

Kunstprojekt wurde kurzerhand als Bar genutzt

Auch die Oetwiler Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP) zeigte sich glücklich darüber, dass ihre Gemeinde endlich über eine sichere Veloverbindung nach Würenlos verfügt. «Früher fühlte man sich schlichtweg nicht sicher, wenn man mit dem Velo die Limmattalstrasse entlangfuhr.» Auch sprach sie die diversen Verzögerungen an. «Was lange währt, wird endlich gut und dieses Bauprojekt währte nun wirklich sehr lange, wurde also richtig gut.» Sie verwies auch darauf, dass sie den Veloweg am Sonntag erstmals benutzen werde. Sie nehme an einer Tour der Regionalen 2025 teil, an der elf Kunstprojekte der Landschaftsausstellung «Wachgeküsst» besucht werden. Eine der Arbeiten – kreisförmig angeordnete Spiegel – nutzten die Organisatoren sogar als Bar.

Bereits 2014 setzte der Zürcher Regierungsrat das Projekt für den Veloweg auf Oetwiler Boden fest. Der Landwirt und damalige SVP-Gemeinderat Walter Bühler wehrte sich jedoch gerichtlich gegen den Landerwerb, weshalb die 2014 begonnenen Arbeiten im Frühjahr 2015 unterbrochen werden mussten. Zwei Jahre später gab das Bundesgericht dem Kanton recht, womit das Projekt weitergeplant werden konnte. Anstelle von 2,8 Millionen sollte das Projekt jedoch nun 3,4 Millionen kosten – ein Nachtragskredit von 600 000 Franken wurde daher notwendig. Im Januar 2018 nahm der Kanton Zürich die Arbeiten wieder auf und schloss sie im Spätsommer desselben Jahres ab. Anlässlich der Gesamterneuerungswahlen vom April 2018 wurde der damalige Gemeinderat Walter Bühler nicht wiedergewählt. Die Vermutung, seine Einsprache sei einigen Wählern und Wählerinnen sauer aufgestossen, wurde anlässlich der Wahlfeier mehrmals geäussert. Ebenfalls im April 2018 startete der Kanton Aargau mit den Arbeiten auf dem Gebiet der Gemeinde Würenlos.

Am Freitag durchschnitten die Würenloser Gemeinderätin Barbara Gerster Rytz (CVP), Daniel Häfliger von der Baudirektion des Kantons Zürich, der Aargauer Kantonsingenieur Rolf Meier und von Planta das blau-weiss-schwarze Band und weihten den Veloweg anschliessend mit einem sogenannten Conference-Bike ein.

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