Weiningen

Das Schulhaus Schlüechti soll künftig mit Videokameras überwacht werden

Die Problemzone: der Pausenplatz des Schulhauses Schlüechti

Die Problemzone: der Pausenplatz des Schulhauses Schlüechti

Immer wieder Vandalismus: Dank Videoüberwachung soll nun beim Schulhaus Schlüechti in Weiningen Ruhe einkehren.

Lärm bis in die Nacht, Abfälle überall: Anwohner nerven sich über Jugendliche, die sich auf dem Schlüechti-Pausenplatz in Weiningen die Zeit vertreiben. Laut Schulpräsidentin Brigitte Schai (SVP) tritt dieses Problem schon seit einiger Zeit auf: «Inzwischen haben die Verschmutzungen ein Ausmass angenommen, das nicht mehr ok ist. Auch die Anwohner haben sich schon mehrfach über den Lärm beschwert.» Sie finde es gut, wenn Jugendliche den Pausenplatz nutzen würden, um «abzuhängen», aber wenn die Steuerzahler schlussendlich die Aufräumarbeiten bezahlen müssen, sollte etwas dagegen getan werden.

Als nächsten Schritt wird der Gemeinderat an der kommenden Gemeindeversammlung einen Antrag für Videokameras einreichen: «Wie viele Kameras wir benötigen und wo wir sie platzieren, kann ich aber noch nicht sagen. Wir sind noch am Planen.» Die Kameras sollen vor weiterem Vandalismus abschrecken und ermöglichen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können.

Angefangen haben die Probleme mit Schmierereien in den Sportferien des letzten Jahres. Diese hätten zwar im Verlauf des Jahres abgenommen, seien dafür aber stark zunehmendem Littering abgelöst worden. Als erste Massnahme wurden die Schulhausregeln an prominenten Stellen auf dem Areal ausgehängt. Da sich die Situation in der Folge nicht verbesserte, führte die Polizei seit Anfang des Jahres vermehrt Kontrollen auf dem Pausenplatz durch. Dies habe bisher aber ebenfalls nicht zu den gewünschten Effekten geführt, sagt Schai.

Andere Gemeinden setzen auch auf Kameras

Das Problem soll aber nicht nur mit Abschreckung gelöst werden: Die Schulpräsidentin hat einen Aufruf an alle Jugendlichen der Gemeinde gestartet. Sie sollen sich mit ihren Anliegen melden: «In der Vergangenheit haben wir zum Beispiel oft die Rückmeldung erhalten, dass der Jugendtreff in Geroldswil zu weit weg ist. Mit dem Aufruf wollen wir Ideen sammeln und herausfinden, was die Jugendlichen wollen», sagt Schai.

Beim Gespräch sollen die Vorstellungen der Jugendlichen aufgenommen werden und herausgefunden werden, wie die Gemeinde sie bei diesen unterstützen kann.

An anderen Schulen im Limmattal werden bereits Videokameras eingesetzt (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Im Dezember letzten Jahres hatten sich die Schulgemeinden von Birmensdorf für die Videoüberwachung von Sportplätzen und Schulhöfen ausgesprochen. Auch in Dietikon werden seit dem Herbst 2015 alle Schulhäuser mit Videokameras überwacht. Laut der Schule bisher mit Erfolg. Seither konnten bei rund der Hälfte der Taten die Verursacher identifiziert werden und in der Folge Anzeige erstattet werden.

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