Mein Ding: Tambour

«Das Trommeln ist sehr vielseitig»: Schon als Kind war er fasziniert

Jasper de Bont ist drei Mal in der Woche im Proberaum anzutreffen.

Jasper de Bont ist drei Mal in der Woche im Proberaum anzutreffen.

Jasper de Bont aus Birmensdorf ist seit neun Jahren bei der Tambourengruppe der Kreismusik Limmattal mit dabei.

Jasper de Bont hat das Trommeln im Blut. «Meine Mutter ist Baslerin und ich war schon, seit sie mit mir schwanger war jedes Jahr an der Basler Fasnacht dabei», sagt er. Von klein auf hat er dort die Trommeln gehört, darum war es nur eine Frage der Zeit, bis er selbst zu spielen anfing. Nicht umsonst nenne man es «Basler Trommel», meint er. Der 15-Jährige aus Birmensdorf ist bereits seit neun Jahren bei der Tambourengruppe der Kreismusik Limmattal mit dabei. «Ich wollte eigentlich immer auf einer grossen Trommel spielen», sagt de Bont. Dann seien die Tambouren einmal bei ihnen im Dorf zu Besuch gewesen und so stiess er früh zur Gruppe.

Die Trommeln bieten viel Abwechslung

«Es sieht relativ einfach aus, das Trommeln ist aber sehr vielseitig», meint de Bont. In der Tambourengruppe spielen sie Rhythmusstücke, Märsche, Kompositionen und vieles mehr. «Es gibt ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zwischen verschiedenen Stücken oder zwischen verschiedenen Stimmen im gleichen Stück. Der Schwierigkeitsgrad des Stückes variiert je nach Zusammensetzung der Gruppe», erklärt er. Er spielt gerne auf allem, was der Proberaum hergibt. Seien das traditionelle Trommeln, grosse Trommeln, Bongos oder Fässer, die sie selbst zu Instrumenten umgewandelt haben. Die Rhythmusstücke klängen aber oft einfach am besten. Da sei die Idee des Komponisten zu hören.

Dreimal in der Woche steht Jasper de Bont abends im Proberaum. Am Dienstag leitet er die Probe, am Mittwoch und am Donnerstag spielt er selbst mit. Als ein Leiter ausfiel, sei es eng geworden. «Da haben wir gemerkt, dass wir mehr Leiter brauchen», sagt de Bont. Darum macht er derzeit gemeinsam mit zwei anderen aus der Gruppe die Ausbildung zum Jungtambourenleiter. Zu den drei Probeabenden kommt nun noch der Leiterkurs am Samstag hinzu. Seit neuestem ist er zudem beim Ensemble TopStix der Musikschule Konservatorium Zürich mit dabei. Auf die Gruppe kam er durch seine Mutter. «Sie spielt in einer Gruppe in Zürich das Basler Piccolo», erklärt er. Bei den TopStix spielt er wieder andere Stücke, das sorgt für noch mehr Abwechslung.

Mit den Tambouren überall mit dabei

Jasper de Bont wäre in normalen Jahren an vielen verschiedenen Anlässen anzutreffen. «Mit der Tambourengruppe der Kreismusik Limmattal begleite ich den Kinderumzug des Sechseläutens und wir machen jedes Mal mit am Zürcher Trummlebummle. Ausserdem begleiten wir mit den Tambouren drei bis vier Jahreskonzerte von verschiedenen Bläser-Korps», sagt er. In Birmensdorf trete er auch oft auf. «Dort machen wir jeweils an der Fasnacht, am Räbeliechtliumzug, am Platzkonzert vor dem Sechseläuten und am Jahreskonzert der Harmonie mit. Zudem konnten wir bei der Einweihung des neuen Schulhauses vor drei Jahren dabei sein.» In Unterengstringen war er ebenfalls vor drei Jahren mit den Tambouren an der Einweihung des neuen Gemeindehauses dabei. Derzeit ist aber alles reduziert. Die Proben finden noch statt, allerdings mit Masken. «Vielleicht machen wir selbst noch einen Anlass, aber dann ohne Publikum», sagt er.

«Wenn ich nächstes Jahr die Lehre beginne, möchte ich versuchen, noch möglichst lange weiterzumachen», betont er. Alles andere würde er zuerst aufgeben, nur nicht das Trommeln. Und anderes gibt es genug. Er geht gerne biken und ist im Turnverein Birmensdorf. Bis vor kurzem war er auch in der Pfadi, das hat sich aber mit der Ausbildung als Jungtambourenleiter gekreuzt. «Manchmal wird es ein wenig stressig», meint de Bont.

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