Weiningen

Der Gubrist-Passerelle steht nichts mehr im Weg – obwohl sie durch eine archäologische Zone verläuft

Gubrist-Baustelle in Weiningen: Hier entsteht der Autobahndeckel – darauf folgt nun der Bau des Rad- und Gehwegs samt Passerelle.

Gubrist-Baustelle in Weiningen: Hier entsteht der Autobahndeckel – darauf folgt nun der Bau des Rad- und Gehwegs samt Passerelle.

Während der Auflagefrist für das Rad- und Gehwegprojekt über den Gubrist-Deckel in Weiningen gingen keine Einsprachen ein.

Es sieht gut aus für das Rad- und Gehwegprojekt samt Passerelle über das Gubrist-Portal in Weiningen. Mit Verzögerungen ist nicht zu rechnen. Denn während der 30-tägigen Auflagefirst, die am Montag endete, gingen keine Einsprachen ein. Die Vorarbeiten für das Projekt können deshalb bereits dieses Jahr starten. Der effektive Baubeginn soll 2023 erfolgen, damit Velofahrer und Fussgänger die Passerelle 2025 benutzen können.

Der Weininger Gemeindepräsident Mario Okle (parteilos) zeigt sich erfreut über das Ausbleiben von Einsprachen: «Es ist uns wichtig, dass wir das Verfahren zeitnah abschliessen können, damit die Arbeiten für die neue Rad- und Gehwegverbindung zusammen mit dem Gubrist-Ausbau-Projekt des Bundesamts für Strassen (Astra) ausgeschrieben und ausgeführt werden können.» Durch das gemeinsame Bauprojekt könne die Gemeinde von günstigeren Konditionen profitieren, so Okle.

Die Finanzierung der Passerelle ist bereits unter Dach und Fach. Das Weininger Stimmvolk hatte den Bau des vier Meter breiten und beleuchteten Rad- und Gehwegs über den Gubrist-Deckel für 3,5 Millionen Franken im September 2018 an der Urne genehmigt. Und dies sehr eindeutig. Das Stimmverhältnis lag bei rund 80 zu 20 Prozent. Mit dem Ja zur Passerelle sicherte sich Weiningen vom Kanton auch das kostenlose Baurecht auf dem Gubrist-­Deckel. Dieser erhielt das zinsfreie Baurecht von der eigentlichen Eigentümerin, dem Astra, weil er die Mehrkosten von 5 Millionen Franken übernimmt, um die Überdachung bebaubar zu machen.

Auf dem Deckel sollen ein Feuerwehrgebäude, ein Werkhof und eine Wertstoffsammelstelle entstehen. Doch zuerst erfolgt der Bau des Portals und des Rad- und Gehwegs. Geplant ist gemäss technischem Bericht, dass der Weg am Knoten der Püntenstrasse an den bestehenden nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegebenen Teil der Püntenstrasse angeschlossen wird. Ab dem Knoten Püntenstrasse steigt der Weg auf einer Rampe an bis zur Passerelle. Dieser überquert die Umfahrungsstrasse, den Vorplatz des Gewerbehauses Weiningen und die Überdeckung Weiningen. Auf der Ostseite schliesst die Rad- und Gehwegverbindung an den Chriesihogerweg in Unterengstringen an.

Brückenrampe steht auf archäologischer Zone

Speziell ist, dass im Bereich der Brückenrampe eine archäologische Zone durchquert werden muss. Es wird laut Bericht davon ausgegangen, dass die Rampe zur Passerelle vor dem Rad- und Gehweg erstellt wird. Allfällige archäologische Funde würden demnach frühzeitig angetroffen werden und das Projekt nicht verzögern. Eigentlich sah der Gemeinderat vor, dass der Rad- und Gehweg bereits bei der Schlüechti-/Längglistrasse beginnt. Damit wollte er Kindern einen sicheren Schulweg abseits der Zürcherstrasse ermöglichen. Die Gemeindeversammlung lehnte aber im Dezember 2019 den Kredit dafür ab.

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