Dietikon
Der Sieger steht: Das Projekt «Im Grünen» überzeugte die Jury

Die Architekten von «Bünzli Courvoisier» dürfen den Ausbau der Dietiker Schulanlage Wolfsmatt weiterplanen.

Lydia Lippuner
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Von Bäumen umgebene Backsteingebäude: Die zwei neuen Häuser in der Schulanlage Wolfsmatt werden parallel zur Vogelaustrasse zu liegen kommen.

Von Bäumen umgebene Backsteingebäude: Die zwei neuen Häuser in der Schulanlage Wolfsmatt werden parallel zur Vogelaustrasse zu liegen kommen.

Visualisierung: Architekturbüro Bünzli Courvoisier

Die räumliche Anordnung der Gebäude und das Betriebskonzept wussten zu überzeugen. Das Zürcher Architekturbüro Bünzli Courvoisier hat den Projektwettbewerb für die Erweiterung der Schulanlage Wolfsmatt in Dietikon gewonnen. Die Stadt will mit der Erweiterung des Schulgebäudes den wachsenden Schülerinnen- und Schülerzahlen gerecht werden.

Die Vorgabe für die Architekten war unter anderem, dass die bestehende Schulanlage Wolfsmatt um zwei weitere Primarklassenzüge, Gruppen-, Hort- und Mehrzweckräume sowie eine Turnhalle erweitert wird. Am 7. Dezember 2020 fielen die Würfel und der Stadtrat bestätigte das Resultat des Wettbewerbs. So gewann das Architekturbüro Bünzli Courvoisier die Projektierung.

Der Stil passt zu den bestehenden Schulgebäuden

Mit seinem Projekt «Im Grünen» habe das Büro ein gutes Zusammenspiel von Freiflächen und Gebäuden zustande gebracht und so die Jury überzeugt, sagt Linda Werner, Projektleiterin Hochbauabteilung. «Besonders die feinteilige Gestaltung des Projekts und das Nutzungskonzept überzeugten uns», sagt sie. Die Architekten hätten viel vom Stil der bestehenden Gebäude aufgenommen und in die neuen zwei Schulhäuser, die parallel zur Vogelaustrasse liegen werden, einfliessen lassen.

Die Pavillon-Bauweise wird beachtet

Die Ähnlichkeit zu den alten Gebäuden, ist vor allem wichtig, weil die 1962 errichtete Schulanlage unter Denkmalschutz steht. «Die Schule ist ein typisches Beispiel für die Bauweise der Pavillonschule in den 60er-Jahren», sagt Werner. Die Schule wurde damals vom Dietiker Architekten Julius Senn geplant. Das Projekt «Im Grünen» behalte den Grundgedanken der Pavillonschule bei.

Nebst den Vorzügen der Architektur überzeugte aber auch die Grobkostenschätzung von 70 bis 80 Millionen Franken die Jury. Das Projekt «Im Grünen» gehöre zu den günstigsten Projekten der Einsendung. Überdies sei der Bau auch ökologisch sinnvoll. Er entspricht unter anderem dem Minergiestandard P/Eco und verwendet langlebige Materialien. «Weitere Vorzüge des Projekts sind die geringe Eindringtiefe in die Umgebung, die Erhaltung der bestehenden Turnhallen und die volumetrisch einfachen Neubaukörper», so Werner. Die Stadt sieht den Spatenstich für die neuen Backsteingebäude in drei Jahren vor. Bis dahin erstellen die Architekten als erstes das Vorprojekt, welches dann vom Volk abgesegnet werden muss. Bekommt das Projekt grünes Licht, kann die Schule mit ihrem Bauvorhaben starten.

«Es führt kein Weg an einer Erweiterung vorbei»

Auch wenn noch einige administrative Hürden auf sie warten, so ist Werner doch zuversichtlich, dass die Vorlage angenommen wird. «Die stetig wachsenden Schülerzahlen zeigen den Platzbedarf auf. Es führt kein Weg an einer Erweiterung vorbei.» Um diesen Bedarf zu decken, sei das Projekt «Im Grünen», ein ansprechendes Bauprojekt mit einem guten Kostenrahmen, das überdies den Massstäben des Denkmalschutzes entspreche.

Das Siegerprojekt ist vom 18. Januar bis 12. Februar im Foyer des Stadthauses ausgestellt. Die Öffnungszeiten richten sich nach den geltenden Covid-19-Regelungen. Alternativ kann die Ausstellung von aussen durch die Schaufenster besichtigt werden.