Birmensdorf

Die neue Bahnhofstoilette für 130'000 Franken ist eröffnet

Am Bahnhof Birmensdorf ist eine neue Ära angebrochen. Das neue Klosett ist dank viel Chromstahl einiges komfortabler als das alte.

Der Gang aufs WC ist jetzt mehr wert am Bahnhof Birmensdorf. Neu kostet die Benutzung einen Franken. Das bisherige Gratis-WC war in die Jahre gekommen. «Frisch geputzt war es zwar sauber, aber gemieft hats immer noch», sagt Markus Rast von den SBB. Beim neuen glänzt überall der Chromstahl. Man kennt es von den städtischen Züri-WCs. Der Hersteller ist der gleiche.

Die Reinigung ist einfacher, das WC ist viel hygienischer, der Mief kann sich nirgends festsetzen. Natürlich gibt es ein Lavabo zum Händewaschen. Mit sechs Kilogramm ist der Seifentank so gross, dass man ihn kaum je leer antrifft. Auch WC-Papier gehört natürlich dazu. Ein solches durchschnitten Rast und der Birmensdorfer Gemeinderat Paul Gähler (CVP) gestern, um das neue Anlage symbolisch zu eröffnen.

Neben Lavabo, WC und Pissoir verfügt die Anlage auch über einen Händetrockner, einen Abfalleimer, einen Wickeltisch und einen Spiegel. Auch ein Spritzeneinwurf ist vorhanden. So können Drogenkonsumenten ihre Spritzen sicher und hygienisch entsorgen.

Die Anlage ist zudem behindertengerecht. Menschen mit Beeinträchtigung nutzen das WC sogar kostenlos mit dem Eurokey, der europaweit für hindernisfreie Einrichtungen genutzt wird. Mit diesem Schlüssel geht die WC-Tür von alleine auf. Zudem gibt das WC Menschen mit Behinderungen mehr Zeit, nämlich 30 Minuten. Andere Benutzer müssen ihr Geschäft nach 15 Minuten erledigt haben. Danach öffnet die Türe automatisch.

Das WC ist rund um die Uhr offen. Morgens erfolgt eine Grundreinigung, am Nachmittag wird wenn nötig ein zweites Mal gereinigt. Das WC kostete 130'000 Franken, Gemeinde und SBB teilten diese Kosten hälftig. Die Reinigung übernehmen die nächsten zehn Jahre die SBB. Die Investition ist nachhaltig: Die ersten Züri-WCs sind heute 30 Jahre alt und noch gut in Schuss.

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