Urdorf

Die Petition ist eingereicht: 878 Unterschriften zeugen vom Unmut gegenüber den neuen 5G-Antennen

Jürg Elmiger und Daniela Fürst kämpfen gegen die neue Technik. Danilo Follador (CVP) und Sandra Rottensteiner (EVP) nehmen die Unterschriften entgegen.

Jürg Elmiger und Daniela Fürst kämpfen gegen die neue Technik. Danilo Follador (CVP) und Sandra Rottensteiner (EVP) nehmen die Unterschriften entgegen.

Der Verein «Stop 5G in Urdorf» kämpft gegen die Einführung von neuen Funkantennen. Der Gemeinderat wird sich nun beraten und dann Stellung zum Anliegen beziehen.

Bereits im September wurde von den beiden Initianten des Vereins «Stop 5G in Urdorf», Jürg Elmiger und Daniela Fürst, angekündigt, dass sie Ende Oktober ihre Petition bei der Gemeinde Urdorf einreichen wollen. Sie fordern die sofortige Einstellung sämtlicher Aufrüstungs- und Baumassnahmen, die die neue Funktechnologie 5G ermöglichen würden. Gestern wurde die Kartonkiste mit den gesammelten Unterschriften der Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (EVP) und dem Gemeinderat Danilo Follador (CVP) überreicht. «Wir haben mit maximal 400 Unterschriften gerechnet, aber es sind 878 geworden», sagt Elmiger. 621 Stimmen entfallen dabei auf die Gemeinde Urdorf.

«Mit dieser Petition wird der spürbare Unmut in der Bevölkerung konkret. Es gibt dem Anliegen Substanz», sagt Rottensteiner während der Übergabe. Sie könne den allgemeinen Unmut durchaus nachvollziehen und habe deshalb mit einer erfolgreichen Unterschriftsammlung gerechnet. Einen Grund für die Bedenken in der Bevölkerung sieht Rottensteiner darin, dass zu wenig Informationen über die vielen offenen Fragen bezüglich der neuen Technologie vorliegen. Dennoch wurde bereits kommuniziert, dass sie flächendeckend in der Schweiz eingesetzt werden soll. Für sie sei es deshalb wichtig, den Bericht der Arbeitsgruppe von alt Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) abzuwarten. Darin sollen die Risiken und Bedürfnisse sowie entsprechende Empfehlungen der 5G-Antennten aufgelistet werden. Wie lange dies noch geht, könne sie nicht sagen.

Über die Sistierung aller Baugesuche der neuen Mobilfunkantennen hat der Gemeinderat bereits entschieden. «Wir werden die eingereichte Petition zur Kenntnis nehmen, im Gemeinderat behandeln und dann Stellung beziehen», sagt Rottensteiner über den weiteren Verlauf. Eine Weiterleitung nach Bern, wie es sich Elmiger erhoffte, werde es kaum geben. «Baurechtlich, gibt es nach heutigem Stand keine Einwände gegen die Antennen», sagte Follador. Die Bedenken seien auf politischer Ebene anzusiedeln. Das Ziel des Vereins sei vorerst erreicht, sagt Elmiger. Fürst ergänzt: «Wir wollten mit der Petition erreichen, dass die Bevölkerung erwacht.»

Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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