Dietikon

Die städtischen Parkkarten sollen digital werden

Um die Parkkarten der Stadt Dietikon gab es schon viele Diskussionen. Nun sollen sie digital werden.

Der Stadtrat verspricht an der Gemeinderatssitzung eine neue Lösung für die Parkkarten.

Im Dietiker Parkkarten-Streit haben sich die Wogen geglättet. Zur Erinnerung: 2016 erhöhte der Gemeinderat den Preis für eine Tagesparkkarte von zwei auf zehn Franken. Catherine Peer (SP) befürwortete dies damals. Nachdem der parlamentarische Entscheid für Kritik aus dem Volk sorgte, regte sie 2018 die Einführung einer Halbtageskarte an. Der Stadtrat lehnte ab, wegen zu grossem administrativen Aufwand. Mit dieser Antwort war Peer nicht zufrieden. Und doch lobte sie gestern den Stadtrat, denn die Lage hat sich schon wieder geändert, wie Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) ausführte. Das Ziel müsse eine digitale Lösung sein, so Illi. Man sei auf bestem Weg. «Wir wären die erste Stadt, die das anbietet», so Illi. Im Herbst will er die revidierte Parkierverordnung vorstellen. Illi erhielt Lob, so etwa von Manuela Ehmann (EVP) und Anton Felber (SVP). Sie betonten aber, Parkkarten müssten weiterhin allen Generationen, so etwa im Schalter am Stadthaus, zugänglich sein. Dies sei gewährleistet, erklärte Illi.

Auch genehmigte der Gemeinderat die Bauabrechnung zur Erweiterung des Schulhauses Steinmürli, die mit Kosten von etwas mehr als 16,9 Millionen Franken abgeschlossen hatte. Die Bauarbeiten waren zur Hauptsache bereits 2006 erledigt. Der Gemeinderat kritisierte nun, dass alles so lange ging. Am bildhaftesten brachte es Eveline Heiniger (SVP) auf den Punkt: «Die SVP will, dass in der Stadt Dietikon keine Dornröschen-Abrechnungen dösen, bis sie vom Prinz der Hochbauabteilung wachgeküsst werden.» Kritik gabs auch dafür, dass eines der involvierten Unternehmen Konkurs gegangen war, was zu Komplikationen führte. Mehrere Gemeinderäte sprachen sich daher dafür aus, dass die Bonität involvierter Firmen genauer geprüft, die Messlatten höher gesetzt und gute Kontrollmechanismen installiert werden, damit so etwas nicht mehr passiert.

Auch war der stadträtliche Bericht zum Postulat von Markus Erni (SVP) ein Thema, das mitunter die Absetzung dieser Zeitung als amtliches Publikationsorgan angeregt hatte. Der Stadtrat hatte geantwortet, dass die Festsetzung der städtischen Website als amtliches Publikationsorgan bei der geplanten Totalrevision der Gemeindeordnung zum Thema werden könnte. Mindestens bis dahin soll diese Zeitung amtliches Publikationsorgan bleiben. Neu sollen die amtlichen Publikationen aber am Donnerstag erscheinen, um mehr Leser zu erreichen. Dies wurde in verschiedenen Voten begrüsst – auch SVP-Fraktionspräsident Konrad Lips zeigte sich zufrieden mit der Stadtratsantwort. Noch diesen Sommer will die Stadt zudem einen neuen Newsletter einführen.

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