Dietikon
Stadt- und Gemeinderat verteilen die 900'000 Franken ZKB-Jubiläumsgeld je zur Hälfte

Während der Dietiker Stadtrat seine 450'000 Franken der ZKB-Sonderdividende der Wissenschaftsausstellung Phänomena zugutekommen lassen will, können die Gemeinderatsfraktionen Projektideen einreichen.

Florian Schmitz
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Der Stadtrat will mit seinem Anteil der Sonderdividende die Phänomena unterstützen, die 2023 eine Million Besucher ins Dietiker Niderfeld locken soll.

Der Stadtrat will mit seinem Anteil der Sonderdividende die Phänomena unterstützen, die 2023 eine Million Besucher ins Dietiker Niderfeld locken soll.

Visualisierung: zvg

Ende März informierte die Zürcher Kantonalbank (ZKB) über die Gewinnausschüttung an die Zürcher Gemeinden für das Geschäftsjahr 2020. Dabei erhält Dietikon einen Beitrag von 2,7 Millionen Franken. In Dietikon sorgt aber immer noch die ZKB-Dividende von 2019 für Diskussionen. Damals richtete die Kantonalbank zu ihrem 150. Geburtstag allen Gemeinden eine Sonderdividende für aussergewöhnliche Projekte aus. Inzwischen haben der Dietiker Stadtrat und Gemeinderat sich darauf geeinigt, dass sie über je 50 Prozent der 900'000 Franken für Dietikon verfügen werden. Dies schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf ein Postulat, das gemeinsam von der CVP-, FDP- und Grünen-Fraktion eingereicht wurde.

Der Stadtrat geht dabei auf den Postulatsvorschlag ein, die 450'000 Franken, die dem Gemeinderat zustehen, nach Fraktionsgrösse zu verteilen. Folglich darf die SVP über 137'500 Franken verfügen, die SP und die AL zusammen über 112'500 Franken, die CVP über 62'500 und die FDP über 50'000. Grüne und EVP stehen je 37'500 Franken zu und die GLP darf über 12'500 Franken bestimmen.

Gemeinderat wird über die Projektideen befinden

Grundsätzlich legen die Fraktionen ihre Vorschläge dem Stadtrat vor, um zu prüfen, ob die Projekte realisierbar und finanzierbar sind oder bereits geplant werden. Stehen die Projekte, müssen sie für eine erfolgreiche Umsetzung eine Abstimmung im Gemeinderat überstehen. Der Stadtrat zeigt sich mit der Lösung zufrieden:

«Mit dem vorgestellten Umsetzungskonzept wurde ein neuer und pragmatischer Weg gefunden, die Verwendung der Mittel der ZKB-Jubiläumsdividende rechts- und revisionskonform aufzuteilen.»

An der Gemeinderatssitzung Anfang Juni kündigte Olivier Barthe (FDP) an, dass der FDP-Anteil der grossen Wissenschaftsausstellung Phänomena zugutekommen soll, die 2023 von April bis Oktober eine Million Menschen ins Dietiker Niderfeld locken soll. Auch andere Fraktionen haben ihre Vorschläge bereits eingereicht. Aber weil kleinere Änderungen weiterhin möglich sind und die Stadtverwaltung noch nicht abgeklärt hat, ob die Projektideen umsetzbar sind, dauert es voraussichtlich bis Mitte Juli, bis sie öffentlich werden.

Der Stadtrat will seine Hälfte der 900'000 Franken ebenfalls in die Phänomena investieren. Konkret soll eine einmalige A-fonds-perdu-Zahlung von 200’000 Franken geleistet werden, wie Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) Anfang Juni an einer Medienkonferenz erklärte. Und weitere 250’000 Franken sollen als Defizitgarantie in Form eines unverzinslichen Darlehens zur Verfügung gestellt werden.