Birmensdorf

Foto-Talente erhalten in Birmensdorf eine grosse Plattform

Diese beiden Werbeflächen in der Badi Geren wurden frei. Nun sucht die Gemeinde schöne Sujets.

Diese beiden Werbeflächen in der Badi Geren wurden frei. Nun sucht die Gemeinde schöne Sujets.

In der Badi Geren wird die Werbefläche unter den Temperaturanzeigen zur kleinen Freiluft-Galerie.

Wer ein gutes Auge für schöne Sujets und eine mehr oder weniger moderne Kamera hat, erhält in Birmensdorf die Gelegenheit, seine Fotografien einem grossen Publikum zu präsentieren. Denn die Gemeinde hat beschlossen, die Werbeflächen unter den Wasser- und Temperaturanzeigen im Freibad Geren als Fotogalerie zu nutzen.

Gesundheitsvorsteher Ringo Keller (SVP) erklärt auf Anfrage, dass bislang die Unternehmen, die für die Wasser- und Temperaturanzeigen verantwortlich waren, die Plakate als Werbeflächen nutzen durften. Man sei jedoch je länger je unzufriedener mit deren Leistungen geworden: «Im vorletzten Sommer waren diese Anzeigen über drei Wochen lang defekt und wurden nicht repariert, was uns dazu bewegte, die Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen zu sistieren», so Keller. Man habe anschliessend für wenige 100 Franken eigene Temperaturanzeigen erworben, die Werbeflächen blieben aber bestehen.
«Da aber unschöne Löcher unter diesen Plakaten hervorgekommen sind, fragen wir nun die Besucherinnen und Besucher der Badi Geren, ob sie ein schönes Foto haben, mit dem diese Fläche verschönert werden könnte» so Keller. Eine entsprechende Anzeige wurde in der neusten Gemeindepublikation vergangene Woche veröffentlicht.

Druck kostet die Gemeinde rund 300 Franken

Bezüglich des Sujets zeigt man sich bei der Gemeinde offen. Doch wäre es schön, wenn etwas im Zusammenhang mit dem Badebetrieb zu sehen wäre, räumt Keller ein. «Auch eine schöne Aufnahme vom Dorf – etwa von unserer Kirche – würde sehr gut dorthin passen.»

Darüber hinaus müsse die Fotografie im Hochformat erstellt sein und mindestens eine Grösse von fünf Megabyte aufweisen, damit sie auf eine Plakatgrösse von einem auf anderthalb Metern in guter Qualität ausgedruckt werden kann. Für diesen Ausdruck kommt die Gemeinde auf. Keller rechnet dafür mit Kosten von rund 300 Franken pro Sujet. «Das Foto muss auf eine spezielle Kunststofffolie mit vor UV-Strahlen geschützter Farbe gedruckt werden. Das ist nicht günstig», sagt er.

Bisher habe er nur positives Feedback auf die Aktion erhalten. «Ein Bürger schrieb mir, dass er gerne ein Foto einsenden würde, aber leider kein passendes zur Hand habe», so Keller. Der Gesundheitsvorsteher rechnet nicht damit, dass zahlreiche Beiträge eingehen werden. Falls nun doch mehrere Fotos eingereicht würden, die sich für eine der beiden Flächen eigneten, lasse sich darüber reden, ob man die Fotos nach einer gewissen Zeit auswechselt.

Aktuell sind die beiden neuen Bademeister gemeinsam mit den beiden bisherigen dabei, die Becken des Freibades mit Wasser zu füllen, nachdem sie in den vergangenen Tagen gereinigt wurden. Wann genau das Freibad Geren seine Türen für Badegäste öffnet, steht derweil noch nicht fest.

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