Ammoniumnitrat

Gewaltige Explosion in Beirut: Könnte dies auch im Limmattal passieren?

In Beirut sind grosse Mengen Ammoniumnitrat explodiert. Bild: AP/Key

In Beirut sind grosse Mengen Ammoniumnitrat explodiert. Bild: AP/Key

In der Schweiz werden ammoniumnitrathaltige Dünger in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt. Nach der gewaltigen Explosion in Beirut stellt sich die Frage, ob es auch im Limmattal zu so einer Katastrophe kommen könnte.

Die Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat die Welt erschüttert. Kann so eine Katastrophe auch in der Schweiz passieren? Gibt es Ammoniumnitrat-Lager auch im Limmattal? Schliesslich ist es ein Salz, das in vielen Düngemitteln enthalten ist.

Ammoniumnitrathaltige Dünger werden «fast überall in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt», sagt Wolfgang Bollack, Sprecher der kantonalen Baudirektion. Diese seien jedoch mit ungefährlichen Zusatzstoffen so verdünnt, dass sie nicht explodieren können. Bollack sagt zudem: «Im Limmattal und im ganzen Kanton Zürich sind uns keine Lager mit reinem Ammoniumnitrat bekannt. Eine Ausnahme bilden Labore, die aber nur Mengen bis zu wenigen Kilogramm lagern. Auch gibt es nach unseren Kenntnissen im Kanton keine Lager mit explosionsfähigen Düngern.»

Bollack weist zudem darauf hin, dass die Lagerung von grösseren Mengen an Chemikalien im Kanton Zürich dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) gemeldet werden müsse. Solche Lager werden regelmässig kontrolliert. Das ist ein grundlegender Unterschied zur Situation im Libanon. Dort wurden zu wenig Sicherheitsvorkehrungen getroffen. 

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