Nationale Abstimmung

Selbstbestimmungsinitiative: Über 60 Prozent im Bezirk sagen Nein

Während die Selbstbestimmungsinitiative abgeschmettert wurde, stimmten die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Dietikon für das Gesetz über die Sozialdetektive. (Symbolbild)

Nationale Abstimmung Im Bezirk Dietikon sagen lediglich 37,4 Prozent Ja zum SVP-Vorstoss. Breite Zustimmung erhalten dagegen die Sozialdetektive.

Die Stimmberechtigten im Bezirk Dietikon haben gestern die Selbstbestimmungsinitiative deutlich abgelehnt. Insgesamt sagten 62,6 Prozent Nein zum SVP-Vorstoss. Kantonsweit lag der Nein-Anteil bei 67,9 Prozent.

Am höchsten war die Zustimmung im Bezirk in Geroldswil. 44,3 Prozent sagten dort Ja zur Vorlage. In Bergdietikon waren es 45,9 Prozent, die sich für den Vorstoss aussprachen.

Die Selbstbestimmungsinitiative wollte den Umgang mit internationalen Verträgen ändern, wenn es zwischen diesen Verträgen und dem Verfassungsrecht einen «Widerspruch» gibt. In solchen Situationen hätte die Schweiz künftig den Vorrang der Verfassung durchsetzen sollen.

Deutliches Ja zu Sozialdetektiven

Knapper fiel das Verdikt bei der Hornkuh-Initiative aus. Im Bezirk Dietikon sagten 47,9 Prozent Ja zum Vorstoss, der verlangte, dass die Halterinnen und Halter von Kühen, Stieren und Ziegen und Ziegenböcken finanziell unterstützt werden, wenn die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen.

Als einzige Gemeinde unterstützte Schlieren das Anliegen. 53,6 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich dort für die Initiative aus. Kantonsweit waren es 48,1 Prozent. In Bergdietikon lag der Ja-Stimmen-Anteil bei 41,4 Prozent.

Breite Zustimmung erhielt im Bezirk Dietikon hingegen das Gesetz über die Sozialdetektive. Insgesamt 71,2 Prozent stimmten der Vorlage zu. Das Spektrum reichte dabei von 64,9 Prozent Ja-Stimmen in Schlieren bis zu 77 Prozent Ja-Stimmen in Unterengstringen.

Kantonsweit lag die Zustimmung bei 64,3 Prozent, in Bergdietikon bei 80 Prozent. Dadurch ist es Sozialversicherungen wieder möglich, Versicherte bei Verdacht auf Missbrauch durch Detektive überwachen zu lassen.(az)

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