Schlieren

Spital erwartet maximal vier Flüge pro Tag – aber nur, wenn es keine Lärmschutzfenster braucht

Ein Rettungshelikopter würde die gute rettungsdienstliche Versorgung im Limmattal weiter verbessern, glaubt das Limmi.

Ein Rettungshelikopter würde die gute rettungsdienstliche Versorgung im Limmattal weiter verbessern, glaubt das Limmi.

Braucht es keine Lärmschutzfenster, hält das Limmi am Rettungshelikopter fest. Das Lärmgutachten wird in der nächsten Woche erwartet.

Ein Rettungshelikopter, der tagsüber auf dem Landeplatz des Spitals Limmattal stationiert ist, wäre eine gute Sache, ist Spitaldirektor Thomas Brack überzeugt. Mit einer solchen Maschine stünde ein zusätzliches Rettungsmittel zur Verfügung, sagte er an der Delegiertenversammlung am Mittwochabend. Dieses könnte die gute rettungsdienstliche Versorgung des Limmattals weiter verbessern.

Seit Beginn der Coronapandemie hatte die Alpine Air Ambulance praktisch täglich einen Rettungshelikopter auf dem Landeplatz stationiert. Um 8 Uhr flog er von seiner Basis im Birrfeld das Limmi an, vor 20 Uhr verliess er Schlieren wieder. Die Erfahrungen seien positiv gewesen, sagte Brack. Deshalb sei die Idee entstanden, die Zusammenarbeit über die erste Coronazeit hinaus fortzuführen.
Doch seit Sommer fliegt kaum ein Helikopter das Spital an. Es sei denn, ein Patient muss transportiert oder verlegt werden. Der «situative Landeplatz», wie ihn die Verantwortlichen nennen, wird nach Lärmklagen vorerst nicht genutzt.

Die bestehende Baubewilligung für den Landeplatz ging von einem Anflug pro Monat aus, wie Brack an der Versammlung sagte. Es sei darin aber festgehalten, dass auch 30 Flüge pro Monat an der Lärmsituation nichts ändern würden.

Mit etwa so vielen Helikopterflügen rechnet Brack nun: Er sprach an der Delegiertenversammlung von rund 350 jährlichen Flügen und maximal drei bis vier pro Tag. «Der Helikopter wird damit nicht jeden Tag auf dem Limmi-Landeplatz sein», sagte Brack.

Das Spital wartet nun auf ein Lärmgutachten, das Ende September vorliegen soll. Es wird Aufschluss geben, ob die geplante intensivere Nutzung des Landeplatzes ohne weitere Auflagen möglich ist. Wenn keine baulichen Massnahmen – beispielsweise Lärmschutzfenster – nötig werden, will das Spital ein Baugesuch einreichen. Dies würde dann einen ordentlichen demokratischen und politischen Prozess ermöglichen.

Aus dem Spitalquartier wurde kritisiert, dass ein Helikopter vom Limmi-Dach bei einem Einsatz auch nicht viel schneller sei als von der Basis im Birrfeld. «Es können ein paar Minuten weniger sein», sagte Brack. «Diese können bei einem Einsatz entscheidend sein.»

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