Limmattalbahn

Trotz Einsprachen: «Gesamtprojekt ist nicht gefährdet»

Höchst Umstritten: Die geplante Streckenführung der am Bahnhof Dietikon.

Höchst Umstritten: Die geplante Streckenführung der am Bahnhof Dietikon.

Insgesamt 196 Einsprachen gegen das Limmattalbahn-Projekt leitete der Bund an die Limmattalbahn AG weiter. Eine Analyse der Einwendungen ergibt: Die meisten davon – je rund 60 – betreffen die Streckenabschnitte in den Gemeinden Schlieren und Dietikon

Ein Viertel der Schlieremer Einsprachen entfällt auf das Spitalquartier und die Forderung nach einer Verlängerung des Färberhüslitunnels, wie die Limmattalbahn AG auf Anfrage mitteilt. Darunter befinden sich auch solche von Stockwerkeigentümer-Gemeinschaften. Zur Linienführung im Dietiker Zentrum seien allerdings nur sehr wenige eingegangen, nachdem der Stadtrat schon früh eine eigene Einwendung eingereicht hatte, sagt Daniel Issler, Gesamtprojektleiter bei der Limmattalbahn AG.

Weitere 60 Einwendungen stammen aus Zürich Altstetten und Spreitenbach. Der Rest gelangte aus Urdorf und Killwangen nach Bern. Der Grossteil der Einwendungen stamme von direkt betroffenen Eigentümern und beziehe sich auf Auswirkungen der Linienführung auf deren Grundstücke, sagt Issler. Übergeordnete Einsprachen, wie sie der Dietiker Stadtrat betreffend der Zentrumsfrage und die Schlieremer Exekutive wegen der Untertunnelung des Spitalquartiers einreichten, seien rar: «Grundsätzlich wird das Gesamtprojekt nicht gefährdet», so Issler.

In den kommenden Monaten will die Limmattalbahn AG nun auf die privaten Grundbesitzer zugehen, um mit ihnen nach punktuellen Anpassungsmöglichkeiten zu suchen. «Meist handelt es sich bei ihren Begehren um finanzielle Entschädigungsforderungen, Zufahrtssicherungen zu den Grundstücken, geringe Verschiebungen von Haltestellen oder des Trassees sowie Ansprüche an die Bauführung wie Lärmemissionsbeschränkungen», erklärt Issler. Man werde die Einsprachen nun einzeln beurteilen müssen.

Betreffend der umstrittenen Streckenabschnitte in Schlieren und Dietikon werde die Limmattalbahn AG mit den Gemeinden zunächst das Vorgehen festlegen, mit dem die weitere Planung angegangen werde: «Wir haben rund zwei Jahre Zeit, um die Einsprachen zu behandeln. Und wir wollen uns genug Zeit dafür nehmen», so Issler. Mit Einsprachen, bei denen man sich mit den Urhebern nicht einig wird, muss sich das Bundesamt für Verkehr befassen.

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