Urdorf

Vandalismus: Massnahmen der Gemeinde zeigen Wirkung

Wer hat hier das Sagen: Die Urdorfer Behörden reagierten mit verschiedenen Massnahmen auf den Vandalismus.

Wer hat hier das Sagen: Die Urdorfer Behörden reagierten mit verschiedenen Massnahmen auf den Vandalismus.

Seit dem Frühling kämpft Urdorf mit Littering, Sprayereien und Ruhestörungen. Nun hat der Gemeinderat verschiedene Massnahmen implementiert, welche bereits Erfolg zu verbuchen haben.

Die kostspieligen Massnahmen gegen den Vandalismus in Urdorf wirken. Die Lärmbelästigungen und die Sachbeschädigungen auf dem ganzen Gemeindegebiet seien in den vergangenen Wochen zurückgegangen, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Der Unmut über zunehmenden Vandalismus im Dorf begann im Frühjahr: Damals sorgten nächtliche Ruhestörungen, Littering und versprayte Fassaden für Ärger (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Während des Lockdown nahm der Vandalismus auch unter der Woche zu. Als im Mai die Coronamassnahmen gelockert wurden, verschärfte sich die Situation weiter. Die Vandalen besprayten die Zentrumshalle, beschädigten Bushäuschen, grillierten auf dem roten Tartan-Sportplatz und liessen grosse Mengen Abfall liegen.

Hilfe von Sicherheitsdienst, Polizei und Videokameras

Da war das Mass voll: Der Gemeinderat erhöhte ab Mitte April die Polizeipräsenz im Zentrum Spitzacker und auf den Sportplätzen, wo es zu den meisten Verstössen kam. Seit Mitte Mai setzen die Gemeinde, die Schulgemeinde und Private zudem auf einen privaten Sicherheitsdienst, der vor allem rund um das Zentrum patrouilliert und für die Einhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit besorgt ist. «Es ist jedoch nicht das primäre Ziel des Gemeinderates, die fehlbaren Personen zu büssen oder zu verzeigen», schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung. Das Sicherheitspersonal soll die Leute vorerst auf die Bestimmungen hinweisen. Erst wenn die Anwesenden diese auch trotz Aufforderung nicht einhalten, werden sie weggewiesen. Zusätzlich liess der Gemeinderat an öffentlichen Orten Videokameras installieren. Damit solle das Problem nachhaltig behoben werden.

Resultat ist akzeptabel, aber noch nicht konstant

All diese Massnahmen verursachten erhebliche Kosten. «Die genaue Summe wird erst in der Jahresrechnung ausgewiesen werden können», sagt Leiter Stab Patrick Müller. Aber er könne versichern, dass die Massnahmen weniger kosten als die ständigen Sachbeschädigungen. Insgesamt sei die Gemeinde zufrieden mit der Entwicklung der Situation: «Die Summe dieser Massnahmen führte zu einem akzeptablen, aber noch nicht konstant stabilen Ergebnis», sagt Müller. Das Stabilisieren der heutigen Situation führt laut Müller zusätzlich zu den Auslagen der Stadtpolizei zu Ausgaben. Die flexiblen Sicherheitsfachkräfte seien da von Vorteil. Da der Bedarf je nach Woche, Wetter und Situation variiere, müsse er immer wieder neu beurteilt und geplant werden.

Zudem spielt den Behörden auch die kommende Jahreszeit in die Hände: «Im Herbst nehmen der Lärm und das Littering erfahrungsgemäss ab», sagt Müller. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Leute sich dann vermehrt drinnen aufhielten. So hofft der Gemeinderat, dass das abkühlende Wetter in den kommenden Wochen zur Abnahme von Vandalismus beitragen wird.

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