Wahlen 2019

Rickli und Stahl gehen: Zürcher Doppelrücktritt in der SVP-Nationalratsfraktion

Jürg Stahl von der SVP, links, und Natalie Rickli, SVP-ZH, rechts, während der Frühlingssession der Eidgenössischen Räte – sie treten im Juni zurück.

Die neu gewählte SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli und ihr Parteikollege, der langjährige Nationalrat Jürg Stahl, treten im Juni gleichzeitig zurück. Rickli, weil sie dann ihr Amt in Zürich antritt. Stahl wiederum ermöglicht so seiner Nachfolgerin Therese Schläpfer, bei den Wahlen im Herbst als Bisherige anzutreten.

Stahl kündigte bereits vor einigen Wochen an, auf eine weitere Legislatur zu verzichten. Nun geht er noch etwas früher: Der Nationalrat aus Brütten bei Winterthur wird bereits per 2. Juni zurücktreten. Die Zürcher SVP bestätigte eine entsprechende Meldung des "Tages-Anzeigers" vom Mittwoch.

Der verfrühte Abgang ermöglicht es seiner Nachfolgerin, bei den Wahlen im Herbst als Bisherige antreten zu können - was üblicherweise bessere Wahlchancen verspricht.

"Fall Hagenbuch"

Seine Nachfolgerin wird Therese Schläpfer, die landesweit wegen dem "Fall Hagenbuch" bekannt wurde. Schläpfer, die Gemeindepräsidentin der Gemeinde Hagenbuch, kritisierte, dass eine eritreische Familie wegen hoher Sozialkosten die Gemeindefinanzen aus dem Lot bringe.

Die Lokalpolitikerin wurde am Sonntag allerdings auch noch in den Zürcher Kantonsrat gewählt. Ob sie dieses Amt nun antritt, ist offen.

Der Nationalrats-Nachfolger für Neu-Regierungsrätin Rickli wird Martin Haab, Landwirt aus Mettmenstetten und seit 2011 Kantonsrat.

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