Dietikon

Ruhe für die Anwohner: Glocken der reformierten Kirche läuten bald leiser

Neben neuen Klöppeln erhält die Kirche auch einen Schlagunterbrecher, um das Läuten in der Nacht ausschalten zu können. Den Betrag von 200 000 Franken für die Sanierungsarbeiten haben die Stimmberechtigten letztes Jahr bewilligt.

Die Anwohner der reformierten Kirche in Dietikon werden schon bald mit weniger lauten Glockenschlägen konfrontiert sein. Diese Woche haben Bauarbeiten an der Glockenanlage begonnen. Neue Klöppel sollen den Glockenklang verbessern und die Installation eines Schlagunterbrechers ermöglicht es, die Glocken künftig über Nacht auszuschalten. Im November des letzten Jahres hatten die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinde Dietikon einen Betrag von 200 000 Franken für die Sanierungsarbeiten bewilligt.

Die alten Klöppel der vier Glocken, von denen die grösste rund viereinhalb Tonnen wiegt, stammen aus den 70er-Jahren und sind selbst sehr schwer. Weil sie deshalb laut klangen, hätten Anwohner reklamiert, teilt die zuständige Baufirma H. Rüetschi AG mit. Die Klöppel sind inzwischen mitsamt Aufhängung demontiert worden und werden nun durch modernere, leichtere ersetzt. «Wir mussten die Klöppel mit Hilfe eines Kettenzugs entfernen», sagt der Baustellenverantwortliche Branko Strbac. «Mit menschlicher Kraft wäre dies nicht möglich gewesen.» Ein Kran transportierte die Klöppel vom Kirchturm hinunter. Dank dem leichteren Ersatz sollen die Lautstärke des Glockenanschlags reduziert und der Glockenklang optimiert werden.

Die Lautstärke der Glocken ist bald verstellbar

«Auch die alten Motoren der Glocken haben wir entfernt. Wir werden sie ersetzen, da sie nicht mehr den heutigen Normen entsprechen», sagt Strbac und ergänzt: «Die Bauarbeiten laufen bis jetzt nach Plan. In etwa drei Wochen werden die neuen Klöppel fertig geschmiedet sein und wir können sie einbauen.»

Zudem stehen noch Arbeiten an der mechanischen Turmuhr, die aus dem Jahr 1925 stammt, an. Diese erhält eine neue Elektroinstallation. «Bei einigen Vorrichtungen der Turmuhr war bisher Quecksilber im Einsatz, doch das ist heute nicht mehr erlaubt», sagt Strbac. An der Uhr wird auch ein neuer Steuerungskasten mit Läutmaschinenregelung eingebaut. Mit dieser kann der Anschlagwinkel und somit die Lautstärke der Glocken präzise eingestellt werden.

Bisher löste die mechanische Turmuhr die Zeitschlaghämmer aus. Diese konnten nicht bei Bedarf ausgesetzt werden, etwa um nachts keinen Lärm zu verursachen. «Um dies künftig zu ermöglichen, werden wir Schlagunterbrecher einbauen», sagt Strbac, der die Arbeiten an der Glockenanlage mit einem Kollegen ausführt. Sie werden zudem ein Gebäudeautomationssystem installieren, über dessen Software man per Tablet direkt die Glocken steuern kann.

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