«Es ist eine aussergewöhnlich grosse Menge – normalerweise sind es vereinzelte Abfallsäcke, die illegal entsorgt werden», sagt Bruno Rabe, Leiter des Amts für Umwelt und Gesundheit der Stadt Dietikon. 25 Säcke mit Kabeln, Dämmungsmatten und anderem Bauschutt verwandelten den Hang hinter dem Stoffelbach-Parkplatz letzten Dienstag in eine Mülldeponie.

Der Schutt ist mittlerweile weggeräumt. Wer für die illegale Entsorgung des Abfalls verantwortlich ist, konnte bislang aber noch nicht geklärt werden.

«Wir haben die Säcke geöffnet und den Inhalt an das Amt für Umwelt und Gesundheit weitergeleitet. Das ist das normale Vorgehen in einem solchen Fall», erklärt Lorenz Fränzl, Leiter des Werkhofes.

Beweisführung ist schwierig

Beim Amt für Umwelt und Gesundheit hofft man, dass sich Zeugen für den Vorfall finden und der Stadtpolizei Hinweise über die Täterschaft liefern können. «Erst wenn es Hinweise auf die Täter gibt, können wir eine Anzeige machen», so Rabe.

Doch gerade da stosse man auf Schwierigkeiten. «Der Abfall wird nach Hinweisen untersucht, wie beispielsweise Kassenzettel oder Briefumschläge, die Rückschlüsse auf die Täterschaft zulassen», sagt Rabe.

So könne beispielsweise anhand der Kassenzettel und der darauf befindlichen Cumulus-Kartennummer herausgefunden werden, wer die aufgeführten Einkäufe getätigt habe. Allerdings müsse dann erst noch bewiesen werden, dass die betreffende Person tatsächlich für die illegale Entsorgung verantwortlich sei.

Mit Personenwagen auf Parkplatz gebracht

«Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn sich Zeugen melden. Dann hat man etwas Konkretes in der Hand», erklärt Rabe. Bei der Entsorgung beim Stoffelbach könne davon ausgegangen werden, dass der Abfall nicht mit einem Personenwagen auf den Parkplatz gebracht worden sei.

«Dafür ist die Menge zu gross», hält Rabe fest. Derzeit seien aber noch keine Meldungen eingegangen. «Wir werden den Fall beim Stoffelbach pendent halten. Denn am Schluss muss der Steuerzahler für die Entsorgung aufkommen, wenn die Täter nicht eruiert werden können», so Rabe.