Gute Nachrichten für die Kinder des Schulstrasse-Quartiers in Schlieren. Der Spielplatz Schärerwies wird nämlich umfassend saniert. Der Baustart ist Ende Juni bereits erfolgt. In der letzten Sommerferienwoche werden Kinder und Eltern des Tageshorts, der Schulhäuser Schul- und Gartenstrasse sowie aus dem Quartier tatkräftig mitbauen können.

Für die Spielplatz-Sanierung ist es allerhöchste Zeit, da nach Einschätzung des Stadtrates der Zustand der Spielgeräte und des Fallschutzes aus Holzschnitzen absolut ungenügend sei, wie aus einem jüngst veröffentlichten Beschluss hervorgeht. So soll der gesamte Spielplatz zurückgebaut und im Anschluss neu erstellt werden.

Die aus dem Partizipationsverfahren hervorgegangenen Pläne stiessen auf viel Anklang. Neben einem Aufenthaltsbereich mit mehreren Sitzbänken und einem Tisch wird auch ein Schaukelbereich mit Doppel- und Nestschaukel erstellt. Der neue Spielplatz verfügt dereinst auch über ein Baumhaus, das um einen bestehenden Baum erstellt wird und auf mehreren Ebenen Tische und Bänke enthält. Weiter lässt die Stadt ein Wasser- und ein Sandspiel anfertigen. Hinzu kommen ein Bereich für eine 30 Meter lange Seilbahn und ein genereller Bewegungsbereich.

Spielplatzkonzept aktualisiert

2016 hatte sich der Stadtrat vorgenommen, die Spielplätze aufzuwerten. Das Gemeindeparlament genehmigte dafür 1,35 Millionen Franken. Als dann 2017 bekannt wurde, dass die Aufwertung des Spielplatzes Schönenwerd bereits 420'000 Franken kostete, wurde Kritik laut. Vorwiegend bürgerliche Kreise monierten, dass eine Gesamtschau fehle und man befürchtete, es würden nun ein paar wenige Spielplätze für viel Geld aufgewertet, und die meisten werden links liegengelassen. Daher präsentierte die Stadt vor gut einem Jahr ihr neues Spielplatzkonzept.

Demnach ist nach der Schärerwies-Sanierung in diesem Sommer eine Aufwertung des Spielplatzes Im Rohr im kommenden Jahr geplant. Diese darf rund 340'000 Franken kosten. 2021 ist der Spielplatz im Stadtpark mit einer Auffrischung dran, für die rund 200'000 Franken budgetiert sind, und im Jahr darauf der Spielplatz Chamb auf dem Schlieremerberg. Hier darf die Stadt rund 220'000 Franken einsetzen.

Die Arbeiten beim Spielplatz Schärerwies waren mit rund 200'000 Franken veranschlagt, werden nun aber mit rund 310'000 Franken beziffert. «Die vorgesehenen Mittel reichen nicht aus, um den Spielplatz in seiner Grösse, Vielfalt und Gestaltung zu realisieren», schreibt die Stadt. Bei einer Projektverkleinerung müssten mindestens zwei der fünf geplanten Bereiche gestrichen werden, «was den Spielwert der Anlage empfindlich reduzieren würde».

Einen grossen Brocken von rund 50'000 Franken verbucht die Stadt als gebundene Ausgabe. Aus Gründen der Personensicherheit bestehe hier sachlich, örtlich und zeitlich kein Ermessensspielraum, schreibt der Stadtrat. Der übrige Betrag von über 260'000 Franken sei aber eine nicht gebundene Ausgabe.

Werkvorstand Andreas Kriesi (GLP) versichert, dass das Gesamtbudget von 1,35 Millionen Franken eingehalten werde. «Dies heisst, dass wir bei den drei verbleibenden Projekten grosse Ausgabendisziplin an den Tag legen müssen», sagt er. Denkbar sei etwa, dass künftig keine Beteiligungsverfahren veranstaltet werden, da diese die Kosten eines Projekts in die Höhe treiben. «Denn so kommen Wünsche hinzu, die auf irgendeine Form erfüllt werden möchten», so Kriesi.

Die restlichen Spielplätze der Stadt werden entweder geschlossen oder Privaten übergeben. Dabei handelt es sich um die Spielplätze Bundentalstrasse, Limmatstrasse und Freiestrasse. Die Anwohner der Anlage Gugel setzen sich für einen Verbleib ein. Abklärungen würden derzeit laufen, sagt Kriesi.