Gestern sind die fünf dem Wahlkreis Dietikon zustehenden Sitze in der reformierten Kirchensynode besetzt worden. In der neuen Amtsperiode 2019-2023 wird aus dem Bezirk Dietikon ein neues Mitglied in der evangelisch-reformierten Kirchensynode Einsitz nehmen. Orgelbauer Christoph Metzler (Dietikon) ist gestern mit 2051 Stimmen neu in das Kirchenparlament der Zürcher Landeskirche gewählt worden. Die vier Bisherigen, die sich einer Wiederwahl stellten, wurden ebenfalls gewählt: Barbara Haller (Geroldswil) erzielte 2230 Stimmen, Marc Patrick Stillhard (Aesch) 2113, Anita Haid Chaignat (Uitikon) 2029 und Ivan Walther-Tschudi (Urdorf) 1933.

Das absolute Mehr, das es für eine Wahl im ersten Wahlgang zu übertreffen galt, lag bei 1219 Stimmen. Diese Hürde übersprang auch Renate Bruggmann (Dietikon) mit 1785 Stimmen. Sie hatte ihre Kandidatur aber bereits im März aus persönlichen Gründen zurückgezogen, wie auf den Internetseiten der verschiedenen Kirchgemeinden festgehalten wurde.

Die Kirchensynode stellt das Parlament der evangelisch-reformierten Zürcher Landeskirche dar. Die Kirchgemeinden stellen dabei kantonsweit insgesamt 120 Vertreter. Hinzu kommen noch Vertretungen der französisch-, italienisch- und spanischsprachigen Kirchgemeinschaften. Die gestrigen Erneuerungswahlen sind weitgehend ruhig verlaufen: In 14 der 18 Wahlkreise standen genau so viele Kandidatinnen und Kandidaten bereit, wie es auch Sitze zu besetzen galt. Nur in 4 Wahlkreisen ist es zu Kampfwahlen gekommen.

Die Kirchensynode übt – im Zusammenwirken mit der Gesamtheit aller Stimmberechtigten der Landeskirche – die gesetzgebende Gewalt aus. Sie kann unter anderem die Kirchenordnung und weitere Beschlüsse, welche für alle Kirchgemeinden verbindlich sind, erlassen oder ändern. Sie fasst auch Beschluss über die Bibelübersetzung, die Liturgie und das Gesangbuch. Das Kirchenparlament trifft sich in der Regel vierteljährlich, je nach Geschäftslast legt es ausserordentliche Sitzungen ein.(OG)