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Türlersee: Die Stege werden erst nach der Badesaison saniert

Copyright: Martin Platter

Marco Strebel zeigt den baufälligen Türlersee-Fischersteg beim Campingplatz, der gesperrt werden musste.

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Der Sommer kommt. Doch vier von acht Stegen am Türlersee mussten wegen Baufälligkeit gesperrt werden. Es ist nicht das Einzige, was Marco Strebel, Präsident des Türlersee-Schutzverbands, umtreibt.

Es ist kein schönes Bild, das die Hälfte der Holzstege am Türlersee abgibt. Die Pfählungen sind vermodert, ebenso das Tragwerk. Zudem fehlen Planken und teilweise ganze Stege. «Wir mussten die Hälfte der Stege sperren. Denn so ist das richtig gefährlich. Es besteht die Gefahr, einzubrechen, sich dabei zu verletzen und sogar in den See zu fallen», erklärt Marco Strebel, langjähriger Präsident des Türlersee-Schutzverbandes, beim Rundgang vor Ort. Ganz neu ist das Problem freilich nicht. Bereits an der Generalversammlung des Schutzverbandes vor einem Jahr erörterte Strebel die Problematik der baufälligen Stege.

An seiner damaligen Aussage hat sich nichts geändert. Er ist froh, dass sich der Kanton Zürich um die nötige Kompletterneuerung der Stege kümmert, denn das entlaste den Schutzverband. Das Anliegen der Verantwortlichen beim Kanton, die bezüglich Material und Ausführung auf dem ganzen Kantonsgebiet eine einheitliche Lösung wollen, hat jetzt jedoch zu Verzögerungen geführt. Die Materialbestellung mit dem speziellen Holz konnte nicht zeitig in der Schonfrist ausgeliefert werden. Das ist der Grund, weshalb die Arbeiten erst im kommenden Herbst und Frühling ausgeführt werden. Mit einem Pontonboot muss zuerst neu gepfählt werden. Erst dann können die neuen Stege aufgesetzt werden.

Ansonsten zieht Strebel eine positive Bilanz. Der Rekordsommer 2018 habe zwar rekordverdächtig viele Leute an den See gelockt, was den Druck auf die Natur erhöht habe. Das Littering konnte dank dem gut funktionierenden Abfallkonzept in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Hausen und Aeugst am Albis jedoch im Zaum gehalten werden. Auch das Resultat der Seeputzete sei erfreulich gewesen. Die Abfallmenge in Ufernähe des Sees habe abgenommen. Vandalenakte seien seltener und weniger schlimm gewesen.

Das bestätigt auch Patrick Wyss. Der Hausemer Gemeindearbeiter sagt: «Natürlich gibt es immer mal wieder Ausreisser, dass gewisse Leute nach dem Picknick einfach alles stehen und liegen lassen. Aber das Gros der Türlerseebesucher verhält sich tadellos.» Es gebe sogar Leute, die sich einen Sport daraus machen, auf ihrem Spaziergang um den See Abfälle aufzulesen, lobt Wyss.

Mehr Stand-up-Paddler

Ein Highlight für Marco Strebel ist das Engagement des Rotary-Clubs Zürich Knonaueramt. Zum 50-Jahr-Jubiläum des Serviceclubs sind vier Grillstellen mit Holzunterständen gespendet worden. Für die wachsende Anzahl Stand-up-Paddler habe die Sicherheitsdirektion des Kantons inzwischen ein Merkblatt herausgegeben, das die wichtigsten Sicherheitsregeln festhält. Beispielsweise, dass Stand-up-Paddler nachts und bei schlechter Sicht Licht haben müssen.

Sehr gefreut hat sich Strebel ausserdem über Nina Mattig, die ihre Maturaarbeit dem Türlersee gewidmet hat. In diesem Zusammenhang findet am Samstag, 29. Juni, die nächste Seereinigung statt.

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