Dem Postulanten gefiel es nicht, dass mit der jetzigen gesetzlichen Regelung "jemandem der Segen Gottes verweigert" wird. Er forderte deshalb, die Kirchenordnung dahingehend zu ändern, dass Religions- und Konfirmations-Unterricht nicht zwingend besucht werden müssen, um konfirmiert zu werden. Der Vorstoss wurde klar abgelehnt.

Der Kirchenrat hatte der Kirchensynode beantragt, an der geltenden Ordnung und der Verbindlichkeit festzuhalten. Die Unterrichtsmodule gewährleisteten eine altersgerechte Auseinandersetzung mit biblischen Inhalten und christlichen Themen. Die Jugendlichen hätten ein Recht auf diese Bildung und Beheimatung.

Das religionspädagogische Gesamtkonzept mit Unterrichtsmodulen von der 2. Klasse bis zur Konfirmation sei eine Antwort auf den Schwund der religiösen Bildung und kirchlichen Sozialisation, argumentierte die vorberatende Kommission. Bei der Umsetzung gelte es, eine gute Kommunikation gegenüber Eltern und Jugendlichen zu finden und mit Flexibilität und Augenmass zu agieren.

Verschiedene Votanten betonten gemäss Mitteilung der Evangelisch-Reformierten Landeskirche, dass die Jugendlichen dieses Angebot gerne annähmen und die Konfirmation als feierlichen Abschluss schätzten. Der Unterricht ermögliche es ihnen, sich mit ihrer religiösen Haltung auseinanderzusetzen.

An seiner Sitzung vom Dienstag stimmte das Kirchenparlament zudem mit grosser Mehrheit einer Resolution zum Handeln gegen den Klimawandel zu. Etwas beitragen will die Kirche etwa bei der Liegenschaftenbewirtschaftung oder bei der Sensibilisierung ihrer Mitglieder.