Abgase

Weltweit einzigartiges Experiment am Flughafen Zürich

Schweizer Forschende zeigten bei einem weltweit einzigartigen Experiment am Flughafen Zürich, wie schädlich Feinstaub aus Flugzeugturbinen für den Menschen ist. (Symbolbild)

In einem weltweit einzigartigen Experiment sind am Flughafen Zürich die Auswirkungen von Abgasen aus Flugzeugturbinen untersucht worden. Bei den Tests auf einem Prüfstand der Flugzeugwartungsfirma SR Technics konnten Schweizer Forschende aufzeigen, wie schädlich der Feinstaub je nach Schubleistung und Treibstoffart ist. Am schädlichsten sei er im Leerlauf-Betrieb, teilen die Forscher der Empa, der Uni Bern und des Paul-Scherrer-Instituts mit. Die ultrafeinen Abgaspartikel würden beim Einatmen zu einem grossen Teil in den Atemwegen abgelagert. Bei gesunden Menschen sorge normalerweise das gut ausgebildete Abwehrsystem in der Lunge dafür, dass die abgelagerten Partikel unschädlich gemacht und aus dem Organ entfernt würden. Könnten die Partikel aber aufgrund ihrer Struktur oder physikalisch-chemischen Eigenschaften das Abwehrsystem überwinden, bestehe die Gefahr, dass das Gewebe irreparabel geschädigt werde. Die Abgase könnten das Immunsystem schwächen und Krebs auslösen.

Die Ergebnisse dienen unter anderem zur Festlegung der globalen Grenzwerte für Partikelemissionen in der Luftfahrt. 

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