Wie Velofahrer künftig das Limmattal rasch und ungehindert queren sollen, sorgt für Gesprächsstoff. Grund dafür ist die bauliche Planung der Stadt Zürich für die Vulkanstrasse in Altstetten unweit des Eishockeystadions, das derzeit erstellt wird. Diese Woche wurde bekannt, dass gegen die geplante Strassengestaltung im Rahmen der öffentlichen Auflage drei Einwendungen eingegangen sind. Was diese genau fordern und welche Konsequenzen für das Limmattal folgen, sorgte für Verwirrung.

Das «SRF Regionaljournal» schrieb dazu, in einer der drei Einwendungen werde kritisiert, dass keine Veloschnellroute auf der Vulkanstrasse geplant sei. In der Berichterstattung dieser Zeitung war zu lesen, dass laut den Plänen der Stadt für Velofahrer auch weiterhin keine Vortrittsberechtigung auf der Vulkanstrasse bestehe. Für Limmattaler Velofahrer ist dies relevant, weil die vom Kanton geplante Veloschnellroute von Dietikon nach Zürich in Altstetten in den städtischen Verkehr einmündet.

Weiersmüller will wissen, was die Stadt nun tut

Der FDP-Gemeinderat Markus Weiersmüller reichte am Donnerstag eine kleine Anfrage beim Schlieremer Stadtrat ein. Die Stadt Zürich verpasse mit dem Verzicht auf eine Veloschnellroute eine grosse Chance, schreibt er darin. «Da diese Veloschnellroute von überregionaler Bedeutung ist, stellt sie eine Verlängerung jener dar, die beim Bahnhof Schlieren Nord geplant ist.» Daher will er vom Stadtrat wissen, wie dieser die Streichung beurteilt und welche Konsequenzen sie hat. Insbesondere für den Abschnitt, der in Schlieren geplant ist. Weiter erkundigt er sich danach, welche Massnahmen der Stadtrat unternimmt, um die Interessen Schlierens bei der Stadt Zürich zu wahren, und wie weit fortgeschritten die Planung der Veloschnellroute überhaupt ist.

Es war nie eine Veloschnellroute geplant

Eine Nachfrage beim Tiefbauamt der Stadt Zürich bringt Licht ins Dunkel. So wurde keine Veloschnellroute gestrichen, da eine solche bis anhin in der Stadt Zürich nie vorgesehen war. «Die Vulkanstrasse mündet an der Stadtgrenze zu Schlieren in die geplante kantonale Veloschnellroute Limmattal, die im kantonalen Velonetzplan enthalten ist. Gemäss Masterplan der Stadt Zürich entspricht die Vulkanstrasse einer Velo-Hauptroute und der Abschnitt ist im regionalen Richtplan als Radweg eingetragen», sagt Sprecherin Sabina Mächler auf Anfrage. Eine Einwendung beanstande – nicht wie kolportiert –, dass auf eine Veloschnellroute verzichtet wird, sondern fordert, so Mächler, dass die Vulkanstrasse mit einer Veloschnellroute kompatibel gestaltet werde.

Die kantonale Koordinationsstelle Veloverkehr definiert in ihrer Kosten-Nutzen-Analyse zur Veloschnellroute Limmattal, dass diese einen möglichst direkten Weg ans Ziel bietet und frei von Unterbrüchen zu gestalten ist. Bei der geplanten Velo-Hauptroute handle es sich gemäss Velostandards der Stadt Zürich um eine mindestens 4,5 Meter breite Fahrbahn, die nach Möglichkeit für die Nutzer vortrittsberechtigt auszugestalten sei, sagt Mächler. Wegen einer Buslinie sei dies aber auf der Vulkanstrasse nicht möglich.