Zusammen mit den bestehenden Bürohäusern des Uetlihof-Komplexes wird die Credit Suisse am Fusse des Uetlibergs damit bald eines der grössten Bürohäuser der Schweiz betrieben. Rund 8000 Arbeitsplätze werden hier konzentriert.

Gegenwärtig hält die Grossbank in Zürich noch 70 Gebäude. Viele davon sind eher kleinräumig und verursachen durch ihre zentrale Lage hohe Kosten. Ziel der Bank ist es, die Zahl der Standorte auf unter 50 zu senken und die Arbeitsplätze auf weniger, aber grösseren Flächen zu konzentrieren.

Auch der Chef hat kein Einzelbüro mehr

Für Hans-Ulrich Meister, Chef der Credit Suisse in der Schweiz, ist der Neubau ein «klares Bekenntnis zum Standort Zürich», wie er vor den Medien sagte. 270 Millionen Franken investierte die Bank in den 16-stöckigen Neubau, bei dem sechs Stockwerke unterirdisch liegen.

Die Verantwortlichen sind stolz auf die neuartig konzipierten Arbeitsplätze. Einzelbüros gibt es keine mehr. Auch der Chef muss sich im Grossraumbüro jeden Tag einen neuen Platz suchen - und gelegentlich wohl auch seine Mitarbeiter, weil diese je nach Tätigkeit und Tagesform eine andere Arbeitsumgebung wählen können.

Es gibt verschiedenfarbige Kabinen und Ruheabteile, Garten-Büros mit vielen Pflanzen und Stehpulte für all jene, die dies wünschen oder wegen Rückenproblemen müssen. Ganz so weit wie Google wollte die Credit Suisse bei der Gestaltung ihrer Büros jedoch nicht gehen: Eine Rutschbahn, wie sie am Google-Sitz in Zürich die Stockwerke miteinander verbindet, gibt es für die Banker im Uetlihof 2 keine.