Spendenaufruf mit Wirkung

Dieser junge Zürcher hat in nur einer Woche 21'000 Franken gesammelt

Tewelde_Update_2

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Der Zürcher Jordan Oliver Tewelde hat Schulden. Vor einer Woche bittet er die Öffentlichkeit um Geld. Sein emotionaler Aufruf hat eine Welle der Solidarität ausgelöst.

Jordan Oliver Tewelde, ein junger Koch aus Zürich, hat Geldprobleme. Aus Verzweiflung wendet er sich vor einer Woche mit einem emotionalen Video an die Öffentlichkeit. Er bittet auf Facebook um Spenden. Er hat Schulden in der Höhe von 40'000 Franken - weil er bei einem Fahrradunfall einer Frau den Arm brach und zu diesem Zeitpunkt keine Haftpflichtversicherung besass. 

Weil er alleine nicht mehr aus den Schulden herauskommt - den Pfändungsbrief hält er ebenfalls in die Kamera -  bittet er um Hilfe. Zuerst startete er eine Anfrage auf der Crowdfunding-Plattform 100-Days. Diese aber unterstützen keine Sammelaktionen für private Schulden. Deshalb geht er mit seiner Geschichte, die er offen und schonungslos erzählt, an die Öffentlichkeit.

Eine Woche später nun sind bei Jordan Oliver Tewelde rund 21'000 Franken eingegangen. Und er verspricht, sich mit einem Benefizkonzert zu bedanken.

Hier sehen Sie das Video in voller Länge:

Video: Update Nummer 2 von Jordan Oliver Tewelde

Wann und wo es stattfinden wird, soll die Facebook-Gemeinde um Tewelde wohl bald erfahren. Zumindest findet sich in den Kommentarspalten des Dankesvideos des 23-jährigen Zürchers ein Angebot des Kulturzentrums Dynamo, das Konzert dort auszurichten. 

Der Aufruf des jungen Kochs polarisierte die Social Media Gemeinde. Über 400 Mal haben Leute den Beitrag bisher geteilt und über 39 000 Mal wurde er bereits angesehen.

Tewelde erntet in den Kommentarspalten viel Zuspruch und Unterstützung. Aber nicht nur: Es entbrennt auch eine Moraldebatte über die Ehr- und Redlichkeit seines Aufrufs. 

Diverse Medienvertreter - darunter Bloggerin Gülsha Adilji und der ehemalige Watson-Chefredakteur Hansi Voigt - teilen den Beitrag. Tewelde selber kommuniziert mit Videos über seine Facebook-Seite und informiert regelmässig über den Zwischenstand seines Aufrufs. Wie er auf Facebook schreibt, will er lediglich seine Schulden tilgen. Und nicht den Boulevardjournalisten "zum Frass vorgeworfen" werden.

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