Die Kantonspolizei wurde rund siebzig Mal aufgeboten, weil Kinder und Jugendliche Halloween feierten. Häuser mit Eiern zu bewerfen gehörte zu den beliebtesten Streichen, wie es bei der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess.

In einem Fall sei eine Fassade aber auch versprayt worden - nicht mit Rasierschaum, sondern mit Farbe. Der entstandene Sachschaden schätzt die Polizei auf einige tausend Franken.

Der Polizei wurden auch mehrmals Gegenstände auf Strassen gemeldet. In einem Fall wurden Dinge direkt in eine Kurve gelegt. Nur dank der Vollbremsung eines Autofahrers konnte ein Unfall verhindert werden In einigen Fällen wurden Container, Blumentöpfe und Baumaterial auf die Strasse geschoben, Schachtdeckel entfernt oder Gartenzäune und Türschlösser beschädigt.

In den Bezirken Meilen und Uster wurden Planen auf einer Baustelle, Pflanzen und Abfalleimer angezündet. Die Feuerwehren konnten die Brände rasch löschen. In den Bezirken Affoltern und Bülach zündeten Jugendliche Feuerwerk.

"Trick or Treat" mit Messer

Mehrere Kinder und Jugendliche nahmen "Trick or Treat" zudem etwas gar ernst: In einem Fall wurden Hausbewohner mit einem Messer bedroht. Ob das Messer aus Metall war oder doch nur aus Plastik, konnten die Betroffenen wegen der Dunkelheit aber nicht sagen.

Auch untereinander übertrieben es einige: Der Kantonspolizei wurden mehrere Fälle gemeldet, bei denen Kinder andere Kinder bedrohten, um an deren Süssigkeiten zu kommen. Die Polizei war in der Halloween-Nacht mit zusätzlichen Kräften im Einsatz.

Keine gravierenden Vorfälle gab es hingegen in Winterthur. Dort mussten die Polizisten rund ein Dutzend mal ausrücken, in erster Linie wegen Sachbeschädigungen. Mehrmals seien Eier an Fassaden geworfen worden, hiess es bei der Polizei auf Anfrage. Auch Streiche mit Rasierschaum erfreuen sich dort noch grosser Beliebtheit.

Eher ruhig war die Nacht von Halloween auch in Zürich. Die Stadtpolizei musste rund dreissig Mal ausrücken, was etwa der Zahl der vergangenen Jahre entspricht. Wegen zwei Bränden und beschädigten Briefkästen durch Feuerwerk kam es auch zu grösseren Sachbeschädigungen.

Auf dem ganzen Stadtgebiet wurden diverse Personenkontrollen vorgenommen. Dabei wurde einem Jugendlichen Brennsprit abgenommen.