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Neuer Ärger um Flüchtlingsfamilie

Der eritreischen Flüchtlingsfamilie in Hagenbuch wurde die Wohnung gekündet. Nun muss der Ort zusammen mit der sozialpädagogischen Familienbetreuung eine neue Bleibe für die Familie finden.

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Der eritreischen Flüchtlings-Familie in der Gemeinde Hagenbuch wurde die Wohnung gekündigt. (Bild: Gemeinde Hagenbuch)

Der eritreischen Flüchtlings-Familie in der Gemeinde Hagenbuch wurde die Wohnung gekündigt. (Bild: Gemeinde Hagenbuch)

Marc Dahinden

Sie machte das beschauliche Hagenbuch schlagartig bekannt: 60 000 Franken kostete die Betreuung einer eritreischen Familie im Zürcher Dorf die öffentliche Hand pro Monat. Und Hagenbuch kommt nicht zur Ruhe.

«Der besagten eritreischen Familie wurde die Wohnung gekündigt», sagt Gemeindepräsidentin Therese Schläpfer zum SonntagsBlick. Der Verein, welcher die Liegenschaft besitzt, habe das Mietverhältnis auf Ende September beendet. Offizieller Grund: Eigenbedarf.

«Tatsache ist aber», so Schläpfer, «dass der Verein uns für die Schäden in der Wohnung haftbar machen will.» Im Gespräch räumt auch Vermieter Andre Cotting (58) von Eigentümer Yamagishi ein, dass das Appartement «stark beansprucht» worden sei.

Der kleine Ort steht nun zusammen mit der sozialpädagogischen Familienbetreuung in der Pflicht, eine neue Bleibe für die Flüchtlingsfamilie zu finden. Keine einfache Aufgabe, wie sich nun zeigt. «Das ist absolut frustrierend», so SVP-Gemeindepolitikerin Schläpfer, die Situation sei nur schwer erträglich.

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