Die «Nutzung des inländischen Fachkräftepotenzials» gehört zu den Legislaturzielen des Regierungsrats. Gemäss einem kürzlich veröffentlichten Beschlusses will er dieses Ziel mit elf Massnahmen erreichen.

Im Vordergrund stehen dabei die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Erhöhung der Arbeitsmarktchancen älterer Fachkräfte.

Gestützt auf eine Studie aus dem Jahr 2011 ortet der Regierungsrat Fehlanreize für die Erwerbstätigkeit beider Elternteile. In den meisten Fällen ist es die Mutter, die ihre Erwerbstätigkeit reduziert.

Gemäss der Studie lohnt sich für Ehepaare mit ein bis zwei Kindern im Kanton Zürich und einem Erstverdiener mit Vollzeitpensum die Erwerbstätigkeit des zweiten Elternteils nur bis zu einem Pensum von 60 Prozent, falls es sich dabei um eine mittel- bis hochqualifizierte Tätigkeit handelt. Bei einem höheren Pensum sinkt das Familieneinkommen. Grund dafür sind höhere Steuern und die Kosten von externer Kinderbetreuung.

Fehlanreiz muss weg

Um dieses Problem zu beseitigen, prüft der Bund derzeit ein Modell, welches erwerbstätige Eltern bei der Bundessteuer entlasten soll. Dieses Vorhaben will die Zürcher Regierung unterstützen.

Was die Kantons- und Gemeindesteuern betrifft, soll eine Heraufsetzung der Höchstgrenze für den Abzug der Kinderbetreuungskosten geprüft werden. Eine Massnahme, die auch der Bund derzeit prüft. Gleichzeitig soll ein neues Modell zur Berücksichtigung der Betreuungskosten ausgearbeitet werden.

Dabei handelt es sich um eine Art Betreuungsgutschrift, die nicht vom steuerbaren Einkommen, sondern direkt von den geschuldeten Steuern abgezogen würde.

Weitere Massnahmen sollen älteren Arbeitslosen über 50 Jahren zu Gute kommen. Der Schwerpunkt bei dieser Massname liegt auf Verbesserungen bei der Aus- und Weiterbildung. Die einzelnen Programme sollen nun von den zuständigen Direktionen ausgearbeitet und umgesetzt werden.