Trachsel galt im Vorfeld der Wahl bereits als Favorit. Er hatte sich bereits kurz nach der Rücktrittsankündigung des amtierenden Ombudsmanns Thomas Faesi (SVP) ins Spiel gebracht. Der 56-jährige Rechtsanwalt aus Richterswil sitzt seit 1995 im Parlament. Er war Kantonsratspräsident und führt seit 2012 die SVP-Fraktion im Rat.

Trachsel erhielt im entscheidenden zweiten Wahlgang 90 Stimmen, die Staatsanwältin Judith Vogel (FDP) machte 80 Stimmen. Nur noch eine Stimme fiel auf den Parteilosen Urs Baumeler. Der Freisinn hätte die Stelle gerne für sich beansprucht, stammten die Amtsinhaber in den vergangenen 22 Jahren doch immer von der SVP oder der CVP.

Insgesamt bewarben sich 42 Personen auf die Ausschreibung. Der Rücklauf sei eher enttäuschend gewesen, sagte der Referent der Geschäftsleitung Markus Bischof (AL, Zürich). "Auf Nachfragen hat sich gezeigt, dass viele Interessierte Skepsis zeigten, sich der Wahl eines politischen Gremiums zu stellen."

Die Findungskommission grenzte die Auswahl schliesslich auf die drei Kandidierenden ein. Der amtierende Ombudsmann Thomas Faesi tritt per Ende August altershalber zurück. Er folgte vor elf Jahren auf Markus Kägi (SVP), der in die Regierung gewählt wurde.

Die Ombudsperson ist Ansprechperson für die Bevölkerung sowie das kantonale Personal. Sie prüft Beanstandungen und vermittelt im Konfliktfall. Zudem amtet sie als Korruptionsmeldestelle des Kantons und unterstützt die Verwaltung bezüglich transparenter und kundenfreundlicher Abläufe.