Zürich

SVP regt sich über deutsche Zelte für Corona-Testcenter auf

Das Zelt ist «Made in Germany» – sehr zum Ärger der SVP.

Das Zelt ist «Made in Germany» – sehr zum Ärger der SVP.

Wer sich in einem der neuen Zürcher Testcenter auf das Coronavirus testen lässt, steht dabei in einem Zelt aus Deutschland - sehr zum Ärger der SVP. Sie hat deshalb eine Anfrage beim Regierungsrat eingereicht.

Die Schweizer Zeltbauer hätten wegen der Corona-Pandemie 90 Prozent ihres Umsatzes verloren. Und was mache die Schweiz, respektive der Kanton Zürich? «Sie mieten die Zelte in Deutschland!», schreibt die SVP in ihrer Anfrage, welche sie diese Woche einreichte.

Das sei ein «Affront gegenüber Schweizer Zeltbauern», die von der Insolvenz bedroht seien. Die SVP will vom Regierungsrat deshalb wissen, wer den Auftrag erteilt hat, die deutschen Zelte aufzustellen, und nach welchen Richtlinien diese Vergabe vor sich ging. Die Zelte stammen von einer Firma aus Norddeutschland.

Subunternehmen beauftragt

Die Zürcher Gesundheitsdirektion betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass nicht der Kanton für diesen Auftrag verantwortlich war, sondern die Testcenter-Betreiber, also die Spitäler Triemli und Balgrist.

Zelte in Schweizer Besitz

Das Stadtspital Waid und Triemli präzisierte gegenüber Keystone-SDA, dass man ausschliesslich Schweizer Firmen mit der Erstellung der Zentren auf dem Triemli- respektive Kasernenareal beauftragt habe. Der Auftrag sei an die Event Manufaktur GmBh gegangen. Dabei handelt es sich um eine Schweizer Firma mit Sitz im aargauischen Wohlen.

Diese Firma wiederum vergab den Auftrag aber an die FVF Zelte-Messebau AG in Frauenfeld TG. Gemäss dieser Firma stammen «80 Prozent der Logistik und des eingesetzten Personals aus der Schweiz». Die Zelte seien zudem in Schweizer Besitz.

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