Zürich
Vogelschuhe oder doch ein Ballkleid — riesiger Andrang beim Kostüm-Verkauf des Opernhauses

Auf dem Sechseläutenplatz hat sich am Samstag eine grosse Warteschlange bis hin zum Bellevue geformt. Grund dafür war ein Kostüm-Verkauf im Zürcher Opernhaus. Zu erstehen gab es Theaterbekleidung und Accessoires aus verschiedenen Stücken.

Larissa Cathomen
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Im Opernhaus quetschten sich die Schnäpchenjäger durch die engen Reihen zwischen den Kleiderständern.

Im Opernhaus quetschten sich die Schnäpchenjäger durch die engen Reihen zwischen den Kleiderständern.

Keystone
Riesiger Andrang beim Kostüm-Verkauf des Opernhauses

Riesiger Andrang beim Kostüm-Verkauf des Opernhauses

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Etwa 5000 Kostümen und Kostümteilen wurden am Samstag beim grossen Kostümverkauf des Opernhauses Zürich angeboten. All zwei Jahre werden die Outfits ausgelaufener Produktionen verkauft. Die Preise sind sehr niedrig und der Ansturm deshalb jedes Mal enorm. Die Tore zur Studiobühne öffneten sich um zehn Uhr. Doch schon um acht campten die ersten Kunden vor dem Eingang. Kurz vor zehn reichte die Schlange quer über den Sechseläutenplatz.

Im Opernhaus quetschten sich die Schnäpchenjäger durch die engen Reihen zwischen den Kleiderständern. Lola Nachtigall aus Zürich hat einen roten Samt-Umhang gefunden. «Ich werde es an die Wand hängen und mache daraus meine eigene Garderobe», sagt sie im Interview von «Telezüri». Auch Nadina Dollie aus Winterthur hat viele Sachen unter den Armen und spaziert in Richtung Kasse. Unter anderem hat sie eine Kopfbedeckung mit langen Federn gefunden aus dem Opernstück «Viva la mamma». Die Outfits seien für einen Fotoshooting und einen Video gedacht. Glänzende Stoffe, ein Mantel, zwei Helme, Vogelschuhe und noch vieles mehr haben sich Jonas Dunst und Rosana May aus Zürich ergattert. «Was wir damit machen wissen wir noch nicht genau. Aber wir spielen oft Krimidinner und ab und zu Verkleidungspartys. Das wird sicher alles seinen Einsatz finden.»

Während die einen ihre Lieblingsstücke in Müllsäcken davon trugen, standen die andern immer noch in der Schlange vor dem Opernhaus.

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