Peter Howald
Ausgewechselt, nicht gewonnen

Benjamin Rosch
Benjamin Rosch
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«Die Herausforderungen verschwinden mit Peter Howalds unschönem Abgang nicht.»

«Die Herausforderungen verschwinden mit Peter Howalds unschönem Abgang nicht.»

zvg

Es war mit Sicherheit kein leichter Tag. Nicht für Peter Howald, der während zehn Jahren den Basler Sport verwaltet hat. Und auch nicht für Conradin Cramer, der als Regierungsrat seinen ersten gewichtigen Personalentscheid fällte und Howald als Sportamt-Chef frühzeitig in die Pension schickte. Schicken musste. Nach den Anschuldigungen Howalds in der bz blieben Cramer keine Optionen.

Es ist Howald zuzutrauen, dass er mit dieser Reaktion gerechnet hatte. Und dennoch stand er hin, mit Namen, und zeigte mit dem Finger auf die Probleme. Es war mehr, als die blosse Frustration über seinen neuen Vorgesetzten im letzten Amtsjahr, mit dem er das Heu nicht eben auf der gleichen Bühne hatte. Howald wurde in allen Belangen deutlich, auch bei jenen Problemen, an deren Ursache er zumindest eine Teilschuld hatte. Das Sportkonzept etwa, das nie zur Anwendung kam, von dem auch heutige Mitarbeiter des Sportamts sagen, sie hätten es noch nie gesehen – trotz Gesetzesauftrag.

Howald hat grossen Anteil daran, dass die Sportpolitik dieser Tage plötzlich präsent ist. Dass sich Regierung und Grosser Rat damit beschäftigen. Sein Nachfolger oder Nachfolgerin steht unter genauer Beobachtung, wenn er oder sie die Herausforderungen in diesem Amt angeht. Denn diese verschwinden mit Howalds unschönem Abgang nicht.

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