Kommentar
Baselbieter Bruch

Patrick Marcolli
Patrick Marcolli
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Priska Jaberg wurde erst im Sommer 2018 als Nachrückende für Elisabeth Augstburger angelobt. Nun ist sie bereits wieder abgewählt.
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Der Landrat wird ab Sommer ein ziemlich anderes Gesicht zeigen.
Wahlen BL Eric Nussbaumer
Wahlen BL Thomas de Courten gratuliert Kathrin Schweizer zur Wahl in die Regierung.
Wahlen BL
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Wiedergewählt: Anton Lauber (CVP)
Wiedergewählt: Isaac Reber (Grüne)
Neu gewählt: Kathrin Schweizer (SP)
Wiedergewählt: Monica Gschwind (FDP)
Wiedergewählt: Thomas Weber (SVP)
Wahlen BL
Der Baselbieter Regierungsrat ist wieder komplett.
Neu dabei: Kathrin Schweizer (SP). Sie macht ein beeindruckendes Resultat.
Wahlen BL
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Kathrin Schweizer und Entourage sind eingetroffen.
Wahlen BL
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Wahlen BL Besuch aus dem Nachbarskanton: BS-Regierungsrat Baschi Dürr
Wahlen BL
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Wahlen BL Kathrin Schweizer liegt super im Rennen.
Wahlen BL Die ersteb Resultate werden im Wahlforum im Regierungsgebäude angeschaut.
Kathrin Schweizer hängt am Morgen vor den Wahlen ihre Wahlplakate ab. Sie steigt nach den ersten ausgezählten Gemeinden mit einem guten Zwischenresultat ins Rennen.
Heute wird im Kanton Baselland gewählt.
Nach 21 ausgezählten Gemeinden.
Nach 25 ausgezählten Gemeinden.
Nach 28 ausgezählten Gemeinden.
Nach 29 ausgezählten Gemeinden.
Nach 46 ausgezählten Gemeinden.
Nach 66 ausgezählten Gemeinden.
Nach 75 ausgezählten Gemeinden.
Schlussresultat
Schlussresultat: So sind die Sitze im Landrat neu verteilt.

Priska Jaberg wurde erst im Sommer 2018 als Nachrückende für Elisabeth Augstburger angelobt. Nun ist sie bereits wieder abgewählt.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Die Abwahl von Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser aus dem Landrat markiert eine grosse Zäsur im Baselbiet. Seit einer gefühlten Ewigkeit hatte der Wirtschaftsverband das mehr oder weniger heimliche Machtzentrum in Liestal gebildet. Busers Vorgänger Hans Rudolf Gysin hatte sich mit geschickter Lobbyarbeit, die zwischen Subtilität und Haudegengebaren schwankte, den inoffiziellen Titel des sechsten Regierungsrats erarbeitet. Und damit war die Machtfülle des damaligen FDP-Nationalrats gar nur unzureichend beschrieben.

Entsprechend gross muss der Druck gewesen sein, der auf seinem Erben Christoph Buser lastete. Würde sich das «System Gysin» bruchlos ins «System Buser» überführen lassen? Die offene Härte, mit der Buser nach einem hoffnungsvollen Start gegen Kontrahenten in der Politik und den Medien rhetorisch und juristisch vorging, machte deutlich, dass diese Frage langfristig mit Nein beantwortet werden müsste.

Das Baselbieter Stimmvolk zeigte ihm bereits 2015 die gelbe Karte und fügte Buser eine herbe Niederlage bei den National- und Ständeratswahlen zu. Er jedoch schritt unbeirrt weiter im Takt voran. Seit Sonntag ist Busers Macht im Landkanton zwar faktisch noch vorhanden, doch er muss sie fortan ohne jegliche politische Legitimierung ausüben.

Es ist möglicherweise der Ausdruck

für ein verändertes politisches Koordinatensystem im Baselbiet, dass am Sonntag mit Martin Dätwyler ein Wirtschaftsvertreter ganz anderen Schlags erstmals ins Parlament gewählt wurde. Der Direktor der Handelskammer beider Basel denkt betont vernetzt statt partikular, regional statt kantonal. Falls sich diese Haltung künftig in der Politik des Landkantons vermehrt niederschlägt, ist das ein Gewinn.

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