Persönlich
Das Dorffest war auch wie eine Rückkehr

Simon Tschopp
Simon Tschopp
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Fröhliches und buntes Treiben am Badi-Fest in Gelterkinden.

Fröhliches und buntes Treiben am Badi-Fest in Gelterkinden.

Daniel Aenishänslin

Es ist Geschichte, das Badi-Dorffescht in Gelterkinden. Alles hat gestimmt an diesen drei Tagen in der 6100-Seelen-Gemeinde: Beizli, Stände, Unterhaltung, Attraktionen – viel wurde geboten. Die Stimmung war grandios, das Wetter ebenso. Allerdings musste ich wegen des teils hohen Lärmpegels durch Musik Leute beim Small Talk buchstäblich anschreien.

Am Samstagabend besuchte ich nach einigen Jahren wieder einmal ein Dorffest, ich hatte den Drang nach einer solchen Atmosphäre. Enttäuscht wurde ich nicht. Das fröhliche, bunte Treiben, die unbeschwerte Art der Besucher und Hilfskräfte waren greifbar. Meine Frau und ich genossen nicht nur das. Wir schritten Strassen und Gassen ab – auch ausserhalb des Festperimeters. Bis vor 22 Jahren wohnten wir in Gelterkinden. Und als wir so durch den Dorfkern schlenderten, fielen uns die zahlreichen gepflegten Gebäude auf. Wir erinnerten uns, wo damals noch Läden existierten. Wir stellten fest, dass viel Neues dazugekommen ist. Und staunten darüber, dass Geschäfte selbst nach langer, langer Zeit immer noch betrieben werden.

Schon in den neunziger Jahren war Gelterkinden für mich ein idealer Wohnort. In diesem ist alles Wichtige zu haben, was es zum täglichen Leben und auch darüber hinaus braucht. Daran hat sich nichts geändert. Der dörfliche Charme ist ebenfalls geblieben, auch wenn der Ort in den vergangenen zwei Jahrzehnten bevölkerungsmässig stark gewachsen ist.

Ich zöge wieder nach «Gälti», wenn ich nicht in einem noch schöneren Dorf lebte. Aber nach der Eröffnung des neuen Hallenbads kann ich mir das ja nochmals überlegen.

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