Persönlich
Der Diktator mit dem angebissenen Apfel, der uns tanzen lässt

Benjamin Wieland
Benjamin Wieland
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«Überall haben sie diese Dinger vor dem Gesicht, starren sie an.»

«Überall haben sie diese Dinger vor dem Gesicht, starren sie an.»

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

Eine Archäologin unterhält sich mit einem Kollegen. Den beiden ist es gelungen, alte Filme zu rekonstruieren. Jetzt sichten sie die Aufzeichnungen. Die Forscher schätzen, dass die Aufnahmen zwischen 2000 und 2020 entstanden sind. «Hast du das gesehen?», sagt der eine. «Die Typen gehen alle mit so Platten in der Hand herum.»

Seine Kollegin antwortet: «Ja, überall haben sie diese Dinger vor dem Gesicht, starren sie an.» Er fährt fort: «Der Apparat scheint ihnen Befehle zu erteilen. Die Armen trauen sich fast nicht, ihn wegzulegen. Sogar dann, wenn sie mit einem anderen Menschen an einem Tisch sitzen.» Die Archäologin vermutet, dass die damaligen Herrscher so etwas wie eine frühe telepathische Technik benutzt hätten.

«Die Angst muss gross gewesen sein, die Geräte wegzulegen», sagt er. «Schau mal, diese Typen. Die gehen mit dem Ding vor der Nase über die Strasse, und da fuhren noch selber gesteuerte Automobile herum. Das ist doch unglaublich gefährlich, so lebensmüde ist doch niemand!» – «Möglich, dass ihnen befohlen wurde, sich in Gefahr zu begeben. Vielleicht diente das der Unterhaltung der Diktatoren. Sie lassen die Untertanen tanzen. 2000 Jahre zuvor gab es doch auch diese Kämpfe mit den Bewaffneten in Arenen, das diente auch nur dem Spass.»

Er schüttelt den Kopf. «Schlimm, diese Geräte.» Sie sagt: «Ja, fies, diese Diktatoren. Dabei hatten sie so harmlose Erkennungszeichen. Einer benutzt ein Apfelsymbol. Der andere trägt einen seltsamen Namen. Zoom mal rein! Kannst Du es lesen?»

«Warte! Hier ... etwas mit S: Samsung.»