Bauboom
Der Markt sorgt für eine gute Entwicklung

Jede Meldung über neu gebaute Wohnungen ist eine gute Nachricht. Wirklich erfreulich ist aber, dass ein alter Wunsch langsam, aber sicher in Erfüllung geht: Die Rücknutzung von Geschäftsräumen, die einst Wohnungen waren, zu Wohnflächen.

Nicolas Drechsler
Nicolas Drechsler
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Die meisten neuen Wohnungen entstanden in grossen Überbauungen, wie hier auf der Erlenmatt.

Die meisten neuen Wohnungen entstanden in grossen Überbauungen, wie hier auf der Erlenmatt.

Erich Meyer

Grundsätzlich ist bei der aktuellen Lage auf dem Wohnungsmarkt jede Meldung über neu gebaute Wohnungen eine gute Nachricht. Wirklich erfreulich ist aber, dass ein alter Wunsch langsam, aber sicher in Erfüllung geht: Die Rücknutzung von Geschäftsräumen, die einst Wohnungen waren, zu Wohnflächen. Zu lange haben Büros, Arztpraxen und Ähnliches in Basel besten Wohnraum besetzt und besetzen ihn noch. Insbesondere in guten Wohnlagen sind diese Raumnutzungen mehr als nur ärgerlich. Bis anhin galt aber für Hausbesitzer, dass sich mit einer Arztpraxis oder einem Büro mit weniger Umständen mehr Geld verdienen lässt. Das scheint sich nun zu ändern.

So haben die hohen Mietkosten indirekt auch ihr Gutes; sie machen es lukrativer und damit attraktiver, Wohnungen auch wirklich als Wohnungen zu vermieten. Eine Entwicklung, die der Staat mühsam und mit sehr bescheidenem Erfolg gefördert hat, ist nun plötzlich eine wirtschaftlich sinnvolle Idee. Dass nun der Hauseigentümerverband warnt, diese Entwicklung könne sich bereits wieder drehen, sollte die Alarmglocken schrillen lassen. Wenn schon einmal ein positiver Trend im Immobilienmarkt auszumachen ist, dann muss man ihn mindestens am Leben erhalten, im Idealfall sogar weiter fördern.

Dasselbe gilt für Umbauten, die mehr Wohnraum generieren und dabei keine «Graue Energie» kosten. Auch sie kann der Kanton fördern, indem er möglichst wenig Steine in den Weg legt. Diese Schritte sind weit zielführender, als die immer wieder diskutierten, weitreichenden staatlichen Eingriffe in den Immobilienmarkt.