Kommentar
Ein Fakt für eine Baselbieter Fakultät

Hans-Martin Jermann
Hans-Martin Jermann
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Die hervorragende öV-Anbindung spricht klar für einen Baselbieter Uni-Standort.

Die hervorragende öV-Anbindung spricht klar für einen Baselbieter Uni-Standort.

Hans-Martin Jermann

Die Debatte um einen möglichen Universitätsstandort im Baselbiet war bisher stark geprägt von politischen Argumenten und Befindlichkeiten. Objektive Zahlen, ob eine Fakultät auf dem Land Sinn machen würde und welcher Standort das denn wäre, sind noch gar nicht diskutiert worden. Zumindest öffentlich nicht.

Die Baselbieter Regierung hat die vier Standorte Allschwil, Liestal, Münchenstein und Muttenz unter die Lupe genommen, bisher aber nicht ver- lauten lassen, was im stillen Kämmerlein genau untersucht und berechnet wurde.

Die vorliegende Analyse zur öV- Erreichbarkeit von aktuellen und potenziellen Universitäts-Standorten wirkt deshalb belebend auf die Debatte – neue, teils überraschende Fakten kommen ans Licht. Mal ehrlich: Wer hätte gedacht, dass der Liestaler Bahnhof der noch attraktivere Standort ist als die Basler Nauenstrasse gleich neben dem Bahnhof SBB?

Die Frage, wie schnell wie viele Studierende am Morgen an die Vorlesung gelangen, ist ein sehr wichtiger Faktor bei der möglichen Kür eines Uni-Standorts im Landkanton, wenn auch nicht der alleine entscheidende.

In der emotional aufgeladenen UniDebatte ist einiges durcheinandergeraten. Deshalb an dieser Stelle klipp und klar: Bloss um die Baselbieter Volks- seele einzubalsamieren, soll und darf auf dem Land keine Fakultät gebaut werden.

Weisen die nüchternen Zahlen und Fakten auf einen betriebswirtschaftlichen Murks hin, so bricht die Regierung die Übung am besten ab. Ebenso falsch wäre es aber, aus politischen Gründen diese Chance sausen zu lassen. Die hervorragende öVErreichbarkeit ist zumindest ein wichtiger Fakt, der klar für einen Baselbieter Uni-Standort spricht.