Herzstück
Endlich macht Basel vorwärts

Basel wartet nicht auf Beiträge anderer Partner. Geht es ums Herzstück der Regio-S-Bahn, greift der Stadtkanton selber ins Portemonnaie.

Peter Schenk
Peter Schenk
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Das Herzstück soll mehr platz für Fern-, Nah- und Güterverkehr schaffen.

Das Herzstück soll mehr platz für Fern-, Nah- und Güterverkehr schaffen.

bz Basel

Damit das Jahrhundertprojekt Herzstück der Regio-S-Bahn in Bern in die Gänge kommt, hat die Basler Regierung die Geldbörse weit geöffnet. Ein Betrag in dreistelliger Millionenhöhe soll für die Vorfinanzierung bereitgestellt werden. Die Chancen für das Vorhaben steigen.

Dabei wartet der Stadtkanton nicht auf Beiträge anderer Partner. Er handelt nach dem Territorialprinzip und zahlt – so wie das der Kanton Zürich für seine Durchmesserlinien machte. Derzeit fliesse dort das Geld vom Bund schon zurück, so Regierungsrat Wessels.

Mehrmals wurden die Besucher des 2. Trinationalen Bahn-Kongresses gestern um ihre Meinung gefragt – ein elektronisches Abstimmungssystem machte es möglich. Während die Vorfinanzierung auf eine deutliche Mehrheit stiess, waren längst nicht alle Befragten von den vorgestellten Optimierungen überzeugt. Beim Kaffee im Foyer waren die Stimmen derer nicht zu überhören, die die vorgeschlagenen Änderungen beim Kampf um die Bundesgelder in Bern für kontraproduktiv hielten.

Entscheidend wird die Frage sein, wie der Badische Bahnhof in das Herzstück integriert wird: Kurze Wege müssen das Umsteigen unkompliziert machen. Wenn das gelingt, sieht es gut aus. Je länger man sich mit den neuen Vorschlägen beschäftigt, desto überzeugender sind sie. Mit der Vorfinanzierung dürfte das auch in Bern Wirkung zeigen.

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